Struktur


Aktenserien

Identifikation

Signatur : Ar 588

Entstehungszeitraum / Laufzeit : 1973-1976

Verzeichnungsstufe : Bestand

Umfang : 0.15 m


Kontext

Abgebende Stelle

Katrin Trümpy u. Bice Curiger, Katharina Steffen

Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben

Frauen sehen Frauen - Ausstellung

Zwischen dem 9. Januar und dem 8. Februar 1975 wurde im Museum Strauhof die Ausstellung "Frauen sehen Frauen, eine gefühlvolle, gescheite, gefährliche Schau" gezeigt. Bereits die Vernissage verlief infolge des unerwarteten Ansturms recht turbulent. Auf den Treppen, in den Korridoren und den Zimmern des „Strauhof“ konnten die Besucherinnen und Besucher kaum noch stehen, geschweige denn gehen. Die viel beachtete Ausstellung umfasste verschiedene Abteilungen: Frau und Wohnen, Frau und Kunst, Hausfrauenleben, Psyche und Erotik, Frau und Beruf, Die Stellung der Frau in Familie und Gesellschaft, Patriarchalisches Panoptikum. Zu den Initiantinnen gehörten: Rosina Kuhn, Heidi Bucher, Elisabeth Bossard, Kathrin Fanfani-Bühler, Monika von Castelberg, Bignia Corradini, Bice Curiger, Barbara Davatz, Silvia de Stoutz, Nanja Dutly, Carmen Düby, Ursula Fürst, Christina Fessler, Isa Hesse, Regula Heusser, Rosmarie Iten, Bettina Keller, Ursula Klar, Esther Knabenhans, Bica Kuhn, Ella Lanz, Rut Maggi, Ellen Meyrat, Ruth Möller, Margareta Peters, Ursula Rodel, Tula Roy, Corinne Schelbert, Cornelia Snozzi, Irene Staub, Doris Stauffer, Katharina Steffen, Judy Trepp, Katrin Trümpy, Ruth Voegtlin, Brigitte Weiss, Sissi Zöbeli und Stefani Zöbeli. Die Ausstellung „Frauen sehen Frauen“ war für die Frauenbewegung von grosser Bedeutung.

Frauen-Rakete, Frauen-Jet-Gruppe, Panzerknackerballett

1974 wurde Bice Curiger, vermutlich von Peter K. Wehrli, betreffend Beteiligung an der Kulturwoche der Thearena Zürich (Herbst 1974) angefragt. Bice Curiger nahm die Einladung auf und wurde aktiv. Sie fragte bei Freundinnen an und sammelte Ideen. Bald war das Konzept eines Balletts mit den Panzerknackern (Mickey Mouse) geboren. Alle Beteiligten waren Laien und daran interessiert, etwas über weibliche Klischees im Tanz aussagen zu können. Die Ausarbeitung der Choreographie übernahm Katharina Steffen, die als einzige Tanzerfahrung mitbrachte. Ein erster, 5-minütiger Tanzauftritt (Panzerknackerballett) fand dann im Rahmen der Kulturwoche Thearena im Herbst 1974 mit sieben Tänzerinnen statt. Dieser Auftritt kann als Auftakt zur Ausstellung „Frauen sehen Frauen“ gesehen werden. Weitere Aufführungen in variierender Besetzung fanden statt am:

- 10.02.1975: Schlussfest der Ausstellung „Frauen sehen Frauen“, Frauen-Jet-Gruppe, Rest. Weisser Wind

- 03.09.1975: Münsterhof [Zelt], Präsidialabteilung Stadt Zürich/Mobiles Museum Zürich, Frauen-Jet-Gruppe [Titel: Liebt Trudi Erwin?]

- 19.06.1976: Schützenhaus Albisgüetli (Eigenproduktion, abendfüllende Veranstaltung), Frauenrakete [Titel: Liebt Trudi Erwin? 2. Teil]

18.12.1976: Rote Fabrik (Abschlussabend Thearena), Frauen-Rakete und viele andere [u.a. Debütkonzert der Art-Punk-Band „Troppo“ (Kurt Maloo)]

Übernahmemodalitäten

Die Übergabe der Unterlagen erfolgte am 15.02.2015 (Katrin Trümpy) und am 13.08.2015 (Katharina Steffen)

zum AnfangInhalt und innere Ordnung

Form und Inhalt

Der Bestand umfasst Unterlagen zur Ausstellung "Frauen sehen Frauen", 1975, sowie zu den Aufführungen der Frauen-Rakete bzw. Frauen-Jet-Gruppe 1974-1976: Programme, Drucksachen, Protokolle, vereinzelte Korrespondenz, Zeitungsausschnitte, Hintergrundmaterialien, Diverses. Speziell hervorzuheben sind die audiovisuellen Dokumente sowie die Objekte: Videos, Tondokumente, Bild- und Fotodokumente, (Einmaliger) Katalog.

Bewertung und Kassation

Mit Ausnahme einzelner Doubletten wurden keine Kassationen vorgenommen.

Neuzugänge

Nachlieferungen werden nicht erwartet.

zum AnfangZugangs- und Benutzungsbedingungen

Sprache/Schrift

Unterlagen grösstenteils in deutscher Sprache

zum AnfangSachverwandte Unterlagen

Verwandte Verzeichnungseinheiten

SOZARCH Ar 465: Frauenbefreiungsbewegung Zürich (FBB) / Autonomes Frauenzentrum Zürich

Veröffentlichungen

Gina Bucher: Female Chic. thema selection - story of a fashion label, Zürich 2016 (Edition Patrick Frey, N° 211) Gr 13647

Simone Koller [et al.]: Doris Stauffer, eine Monografie, Zürich 2015; Signatur: SOZARCH Gr 13647

zum AnfangVerzeichnungskontrolle

Informationen des Bearbeiters

Bearbeitung im Sommer 2016 durch U. Kälin


Aktenserien

zum Anfang

Frauen sehen Frauen

Ar 588.10.1Vorbereitungen
1974-1975
1 Mappe, darin:
- Protokolle und diverse Konzeptpapiere, März 1974 bis 23. Januar 1975 (14 Protokolle, zum Teil undatiert, Zusammenfassungen Katrin Trümpy)
- Offizielle Briefe, Finanzbeschaffung Rechtsform: Brief vom 15. Februar 1974 an Sekretariat Stadtpräsident, Herrn C. Vitali; Statuten des Vereins „Frauen sehen Frauen“: Einzahlungsschein Kto. „Von Frauen für Frauen“ bei der Schweizerischen Bankgesellschaft; Schreiben an potentielle Geldgeber u. Sponsoren; Städtische Kunstkammer zum Strauhof, Ausstellungen 1975; Text Bice Curiger, ca. Januar 1975: „Frauen sehen Frauen“ eine gefühlvolle, gescheite, gefährliche Schau
- Liste der Beteiligten, aktualisiert mit Spalte „Kurzbiografien“ [„Einmaliger Katalog“]
- Mündlicher Bericht von 4 Mitgliedern Kerngruppe (Bice Curiger, Katharina Steffen, Katrin Trümpy, Sissi Zöbeli): Was bedeutete für sie persönlich die Entwicklung und Verwirklichung der Ausstellung und der Theateraufführungen; 2 Audiodateien [Standort: Schweizerisches Sozialarchiv, Abteilung Bild+Ton]
[4 Phasen:
- September 1973 – März 1974: Erste Ideensammlungen, Bildung von Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen
- Juli – September 1974: Konzepterarbeitungen in den Themengruppen / Adressliste der Mitarbeiterinnen der verschiedenen Gruppen / Arbeitswochenende 29./30. Sept. 1974 / Definitives Datum Vernissage
- Oktober 1974: Weiterarbeit und Konkretisierungen in den Arbeitsgruppen
- November – Dezember 1974: Schlussspurt: Plakat / Katalog (Drucken nicht möglich) / Pressemappe, Hütedienst während Ausstellung]
Ar 588.10.2/1Fotos
1 Mappe, darin:
- Rekonstruktion Ausstellung (Inhalte, Räume), zusammengestellt von Katrin Trümpy anhand der seinerzeitigen Fotografien von Doris Stauffer; Fotos mit kurzen Erläuterungen [DVD]
- 50 Fotos von Ruth Vögtlin, mit Legenden von Katrin Trümpy [DVD]
Ar 588.10.2/2Originalwerke
1 Mappe und diverse AV-Dokumente [Standort: Schweizerisches Sozialarchiv, Abteilung Bild+Ton]
Grosser Raum, Parterre. „Fensterbilder: Einblicke / Ausblicke“ Die drei Malerinnen Rosina Kuhn, Cristina Fessler und Bignia Corradini gestalten den grossen Raum im Parterre und malen Bilder. Es ist ein gemeinschaftliches Projekt, eigentliche Bildtitel gibt es nicht. Als Rahmen dienen alte Fensterrahmen, die auch das Thema geben: innen / aussen. Es werden Gefühle, Ängste, Sehnsüchte und Ausbruchswünsche von Frauen dargestellt. Durch die Öffnung / Geschlossenheit / Verriegelung des Fensters wird dies symbolisiert. Die Künstlerinnen malen, jede auf ihre Weise, auf einem ihrer Bilder ein Selbstportrait. Rosina Kuhn, Mail Mai 2015: „In meinem 1. Bild wird das Statische, das Eingesperrtsein, das fast Unmögliche auszubrechen thematisiert. Dann im 2. Bild die Frauen am offenen Fenster, sie haben sich daran gemacht und schmieden Pläne zum Ausbrechen…“ (siehe Fotos R. Vögtlin Nr. 5-9; 39; 41und 47; Fotos Doris Stauffer Film A-010, A-017, A-019, slides-106 u. 127)
Kleiner Raum, Parterre „Frauen wie sie wirklich sind“ – Plakatsäule mit über 100 kleinen Portraits von Frauen. Frauen, die Ruth Vögtlin im Zusammenhang mit ihrer Arbeit als Fotoreporterin fotografiert hatte. Diese Portraits verkleinert sie und montiert sie auf die (selbst hergestellte) Plakatsäule. Ruth Vögtlin will Frauen aus dem wirklichen Leben zeigen, als Gegenpol zu den „Glamourfrauen“ wie sie normalerweise auf Plakatsäulen
Grosser Raum, 1. OG. Tonbildschau „Gespräche über Sex“ Katharina Steffen Tonbildschau: Dias von Wohnungen/Zimmern der Gesprächspartnerinnen; Tonbandaufnahme eines Erfahrungsbericht (Dora) (siehe Kollektion Katharina Steffen, Sozialarchiv Zürich) [„Frauengespräche: Biographie und Sexualität“. Tonbildschau von Katharina Steffen. Dias Ruth Vögtlin (siehe Collection Katharina Steffen, Sozialarchiv Zürich)]
Raum, 1. OG. „Kleider machen Leute“ Ursula Rodel, Monica v. Castelberg, Katrin Trümpy; Sissi Zöbeli (Stylistin) Nanja Dutly, (Fotografin) 9x3 typische, weibliche Outfits; Einleitender Kommentar, 27 Originalfotos. Das Landesmuseum Zürich stellte die Originalfotos in ihrer Ausstellung „Modedesign, Schweiz 1972-1997“ aus. Die Fotos wurden in 3er Gruppen, in weisse Passepartouts mit 2 Sprossen gesteckt; das Format ein wenig verändert: jetzt jedes Bild 11,5 x 23,5 cm. Barbara Davatz stellte ihre Arbeit „Beauty lies within“ 2007 in der Galerie Aabach, Uster, aus. Als Illustration hing „Kleider machen Leute“ im Foyer [DVD].
Kleiner Raum, 1. OG. „Was bedeuten Kleider, ganz persönlich“ – Katrin Trümpy pinnt einige ihrer Kleider an eine Stellwand und schreibt mit Filzstift Kommentare dazu (siehe Foto Ruth Vögtlin Nr. 19, und Fotos Doris Stauffer Film C-050, Slides-128).
Korridor, 2. OG. „Patriarchalisches Panoptikum“ Doris Stauffer; 8 Guckkästen, Holz, beleuchtbar, mit diversen Objekten ausgestattet, je 38 x 27 x 57 cm (Information Mara Züst), angekauft von Kunstsammlung der Stadt Zürich, Frühjahr 2015 (siehe Publikation Mara Züst / Simone Koller: „Doris Stauffer“ (Verlag Scheidegger und Spiess), Zürich 2015 (siehe Fotos Ruth Vögtlin Nr. 28-29; Fotos Doris Stauffer Film C-063 bis C-068; Film C-073 und 075)
Raum, 2. OG. „29 Frauenportraits mit Lebensbeschreibungen“: Projekt und Fotos Barbara Davatz, Interviews und Text Esther Knabenhans. 29 Portrait-Fotografien s/w von Barbara Davatz (Farblaserkopien der Archivprints A4), 29 Ich-Erzählungen der portraitierten Frauen, Interviews und Transkript, Esther Knabenhans (Originalmanuskript und eine Kopie) Projektbeschrieb von Barbara Davatz; 2 FK von Musterfotografien; 7 FK zur Aufhängung der Fotos im Raum; FK Barbara Davatz vor ihren Fotos, Vernissage Ausstellung 9. Januar 1975 (siehe auch Foto Ruth Vögtlin Nr. 27, und Fotos Doris Stauffer Film A-011, Film C-061, slides 114)
Treppenhäuser und Korridore im Haus. „Hindernislauf der Frauen“ Ursula Klar und Ursula Fürst. An vielen Orten stehen und liegen in natura verschiedenste Haushaltsgegenstände, von Kindervelo bis Bügelbrett. Es sind Installationen von Alltagssituationen. Über manchen Installationen hängen Stiropor-Sprechblasen mit typischen Sprüchen, z.B. „Wer hät d’Badwanne zletscht bruucht?“ (siehe Fotos Ruth Vögtlin Nr. 10-12; 21-22; 30; 48 und Fotos Doris Stauffer Film A-13b, A-30 bis A-31, C-053 und C-060, C-079 bis C-080; slides 105, 109, 113, 126 und 126)
Raum „Klischees“ 2. OG „Das geheime, süsse Leben der Ministerin Brenda Schloss“ Leporello, Bice Curiger, Fotos Ruth Vögtlin. Inspiriert von der Affaire Profumo, stellt Bice Curiger die Frage, wie es wohl gewesen wäre, wäre Profumo eine Frau gewesen. B.C. stellt ein Leporello her, „Das geheime, süsse Leben der Ministerin Brenda Schloss“ mit jungen Männern; die Geschlechtsrollen werden vertauscht (siehe Foto Ruth Vögtlin Nr. 31).
Korridor, 1. OG. „Empfinden Sie diese Persönlichkeiten eher als Männer oder Frauen? Warum eigentlich?“ Fotos verschiedener berühmter Frauen hängen an der Wand. Darüber obige Fragen (siehe Foto Ruth Vögtlin Nr. 32 und Foto Doris Stauffer Film A-029).
Grosser Raum,1. OG „Art. 120 BV“. Ellen Meyrat baut eine Kabine mit Wänden aus halbdurchsichtigen Plastikplanen und Baulatten. Hier kann man auf einem Endlostonband die persönlichen Berichte von fünf Frauen, die abgetrieben haben, anhören (siehe dazu Artikel Weltwoche vom 5. März 1975 „Darüber reden ist ein Makel“, Ellen Meyrat. Ausserdem Foto Ruth Vögtlin Nr. 14, Fotos Doris Stauffer Film A-022, C-035, C-045, C-047 und slides 118 und 123).
Grosser Raum 1. OG. Schminktisch von Irene Staub, Edelprostituierte in Zürich. Sie schminkt sich hier jeden Abend, bevor sie anschaffen geht, immer vorden Augen einiger interessierter Zuschauer (siehe Foto Ruth Vögtlin Nr. 13 und Nr. 42; Foto Doris Stauffer Film C-081, slides
Kleiner Raum, 1. OG. „Porno-Kiosk“ Sissi Zöbeli und Monica v. Castelberg bauen einen Kiosk mit ganz unterschiedlichem Angebot: Coca-Cola Flaschen, verschiedenste Postkarten, auch pornografische Artikel. Der Eingang ist eine „Schlauchboottür“ aus einem aufgeschnittenen Schlauchboot in natura. Es geht darum zu zeigen, dass viele Alltagsgegenstände eine erotische Konnotation aufweisen; die Hersteller setzen diese mit Absicht ein, der Käufer, die Käuferin, sind sich dessen aber meistens überhaupt nicht bewusst. Es stellt sich die Frage, welche Rolle unterschwellige Erotik beim Einkaufen spielt (siehe Fotos Ruth Vögtlin Nr. 15-18; und Fotos Doris Stauffer Film C-043 – C-047; Film
Kleiner Raum, 1. OG. „Schichtwechsel – dokumentierte Tramfahrt“ Tram Nr. 8: Güterbahnhof – Pfauen. Sichtbarmachung sozialer Unterschiede anhand VBZ Benutzerinnen und Benutzer zwischen Güterbahnhof und Pfauen (Kleidung, Haltung etc.); 18 lose C5 Fotos, Ursula Rodel (siehe auch Fotos Ruth Vögtlin Nr. 19 und 36)
Kleiner Raum, 2. OG. „Frauennamen / Männernamen bei Strassennamen“ Bice Curiger. Bei Männern wird bei Strassennamen meist der Vor- und Nachname aufgeführt und darauf hingewiesen, was sie „Wichtiges“ geleistet haben. Nicht so bei den Frauen – diese haben nur einen Vornamen. Um auf den Gegensatz von „wichtigen“ Männern und „unwichtigen“ Frauen hinzuweisen, wurden 5 fiktive Biografien neben die Frauenstrassennamen gehängt, um auf die Bedeutung der kleinen Leute hinzuweisen. Originalfoto „Gertrud Strasse“ und Kärtchen mit fiktiver Biografie (siehe auch Foto Ruth Vögtlin Nr. 26 und Farbfoto Doris Stauffer slides-102).
Kleiner Raum, 2. OG. Einrichtung eines Kinderzimmers für die Kleinen. Verschiedene Spielzeuge etc. auch eine Art Höhle in die man hineinkriechen kann, aus geheimnisvollem Material, weiche blau / silbrige Streifen / Fäden, aus Plastik (Fotos Ruth Vögtlin Nr. 23-24 und Foto Doris Stauffer Film C-078)
Ar 588.10.3Dokumente , Abbildungen
1975
2 Mappen, darin:
- Foto eines der „Fensterbilder“ von Rosina Kuhn
- „Darüber reden ist ein Makel“, Ellen Meyrat. „Abtreibungsgeschichten von fünf Frauen“, Artikel Weltwoche, 5. März 1975
- Publikumsbefragung: 102 Frauen- und 67 Männerantworten auf Zettel. Die Fragen wurden während der Ausstellung beantwortet: Wohnort /Alter / Wunschberuf / gelernter Beruf / jetziger Beruf / Einkommen. Wurden fortlaufend an Pinwand gesteckt (siehe auch Foto Doris Stauffer Film C-070)
- Audiokassette „3 Frauen“
Ar 588.10.4/1Einmaliger Katalog
1974-1975
1 Umschlag, darin:
- Originalkatalog 44 cm x 42 cm, ca. 50 Seiten, verschiedene Autorinnen, Deckblatt Karton grün mit weissen Klebepunkten (beschädigt) und aufgeklebter Einladungskarte Vernissage Ausstellung „Frauen sehen Frauen“ [Standort: Schweizerisches Sozialarchiv, Abteilung Bild+Ton]
- Einleitung und Inhalte [DVD]
- Transkript „Zitate berühmter Männer über Frauen“
Ar 588.10.4/2Hintergrundmaterial, Inspirationsquellen
1974-1975
1 Umschlag, darin:
- Heidi Bucher: Judy Chicago, USA, Anfang 1970er Jahre
- Maria Gubelmann, Katrin Trümpy: Thesen aufgrund des Vortrages von Alice Schwarzer vom 21.02.1975
- Marianne Ishikawa: Emanzipationskomplex, Leserbrief, Züri Leu, 21.01.1975
- „Ich trinke Jägermeister, will d’Natur i mir versinkt – und ich i-n-ire.“ Inserat für Jägermeister, Tages-Anzeiger, 20.05.1976
Ar 588.10.4/3PR-Material und Unterlagen betr. Plakat
1974-1976
1 Umschlag, darin:
- Plakat und Einladungskarte Vernissage
- Flyer: „Wer hat Angst vor Frauen??“/„Die Fräuleins stellen aus“/„Wir hören, wir sehen, wir sagen“. 3 Originale; Slogans im Protokoll vom 29./30. September 1974 (siehe auch Collection Katharina Steffen)
- EDI (Eidgenössisches Departement des Innern): Auszeichnung des Plakats „Frauen sehen Frauen“ [Heiner Jenny u. Bice Curiger, Barbara Davatz], Farbfotokopie des Dokumentes, Urkunde vom 20.08.1976, Zeitungsausschnitt
Ar 588.10.4/4Berichterstattung über die Ausstellung
1975
1 Umschlag, darin:
Januar 1975: TEAM, Jugend Nachrichten, Team AKTUELL – Hinweis auf Ausstellung (Orig.)
03.01.1975: Tages-Anzeiger, Hinweis auf Ausstellung, mit Gruppenfoto (pd), (Orig.)
Anfang Januar 1975: Annabelle Züri-Split, „Die Frau als solche“ mit Gruppenfoto (Orig.)
11.01.1975: NZZ, „Liebe Frauen“ Eine Ausstellung im Strauhof (pz)
11.01.1975: Tages-Anzeiger, „Viele Klappen am Bild der Frau wurden geöffnet“ Rundgang durch die Ausstellung (Doris Morf) (Orig.)
14.01.1975: Vaterland, „Gefühlvolle, gescheite und gefährliche Schau“ (Walter E. Koller)
16.01.1975: Vorwärts, „Frauen sehen Frauen“ (A.H.)
16.01.1975: Zürichsee Zeitung „Die ungefährliche, lauschige Schau der Frauen“
17.01.1975: Zeitdienst – Veranstaltungen „Frauen sehen Frauen“ Hinweis auf Ausstellung
17.01.1975: Die Tat „Frauen sehen Frauen“ M.B. (FK von Stadtarchiv)
21.01.1975: Tages-Anzeiger, „Im Strauhof bleibt Selbsterkenntnis fragmentarisch (Gundel Bernimoulin)
22.01.1975: Die Weltwoche, „Geschlechtsgenossinnen“ (Margrit Staber)
24.01.1975: Züri Leu, „Frauen sehen „Frauen sehen Frauen“– Vernissage (Orig.)
24.01.1975: Züri Leu, „Wurde eine Chance verpasst?“ Erste Stellungnahmen von Züri Leu-Leserinnen („Irrtum?“, „Auf Gegenseitigkeit“, „Schockiert“) (Orig.)
31.01.1975: Zeitdienst, „Die Unterdrückung sichtbar machen“ – geschrieben von Ausstellungsmacherinnen (dst/kt)
31.01.1975: Zeitdienst, „Zu einfach“ (IS) (Original)
08.02.1975: Tages-Anzeiger, „Gefährliche oder harmlose Ausstellung?“ von Richard Aeschlimann-Rosen
08.02.1975: Tages-Anzeiger, Stellungnahme der Ausstellungsmacherinnen zu: „Frauen was wollt ihr eigentlich?“; „Gefährliche oder harmlose Ausstellung?“ von Richard Aeschlimann-Rosen
10.02.1975: Schweizer Frauenblatt, „Dem unbekannten gefallenen Mädchen“ (S.W.)
Ar 588.10.4/5Publikationen
1993-2008
1 Umschlag, darin:
Ars Helvetica XII, die visuelle Kultur der Schweiz, Hrsg.: Beat Wyss, Urs Stahel, Annemarie Hürlimann, Ueli Fischer: Fotos v. Barbara Davatz, Erwähnung der Ausstellung „Frauen sehen Frauen“
Schweizerisches Landesmuseum „Modedesign Schweiz 1972-1997“ Katalog 1997, Barbara Welter: „Wozu ist die Mode gut“; Essay und Interview zur Ausstellung „Frauen sehen Frauen“
„1968 Zürich steht Kopf“, Fritz Billeter, Peter Killer, Beitrag Lilo König (2008), Fotos Theateraufführungen Frauenrakete, Hinweise auf die drei Publikationen
Ar 588.10.4/6Diverses
1993-2008
1 Umschlag, darin:
Brief der Buchhandlung Jäggi, Basel, 30.10.1976, an die Kunstkammer zum Strauhof. Die Library of Congress, Washington, erhält jeweils von der Buchhandlung Jäggi; Originalexemplare der schweizerischen „Beste Plakate des Jahres“. So ist nun das Plakat
Filme, Bice Curiger [DVD]
Fotoserie „Gestrandete“, Postkarten (siehe auch Collection Katharina Steffen)
Ar 588.10.5Collection Katharina Steffen
1974-1976
1 Mappe, darin:
- Zeitungsausschnitte, 1 Umschlag
- Einladungskarte Vernissage, 09.01.1975
Festplakat, 10.02.1975
- Texte, Korrespondenz, Diverses; 1 Umschlag, darin: Programm filmpodium der stadt zürich, 06.01.-24.03.1975; Konzeptpapier vom 24.04.1974; Die Frau lebt! Es lebe die Frau! (27.06.1974); Männer sehen Frauen, undat. (8 Seiten); Männer sehen Frauen: Texte mit Quellenangaben, 13 S. (Texte, zusammengestellt für die Ausstellung „Frauen sehen Frauen“ im Strauhof, Zürich, vom 9. Januar bis 8. Februar 1975 im Jahr der Frau; Entwurf Pressemitteilung, anfangs Dezember 1974; Korrespondenz (u.a. mit der Präsidialabteilung der Stadt Zürich, Ch. Vitali); Protokoll vom 22.10.1976
- Diashow: Biografien, Drucksachen, 3 Dias
- Serie „Gestrandete“: 5 Postkarten
- Fotos der Ausstellung von Daniel Vittet, Genève (9 Stück)
- Sticker (5 Stück) und Originalzeichnung: „Es gibt nichts Schöneres auf Erden, als dauernd unterdrückt zu werden.“ – „Wer hat Angst vor Frauen?“ – „Wir hören, wir sehen, wir sagen“ – „Die Fräuleins stellen aus!“ – „Es hät gschälet!“
- Ausstellung „Frauen sehen Frauen“: Tonbildschau „Frauengespräche: Biographie und Sexualität“: 35 Dias von Katharina Steffen

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Frauen-Rakete, Frauen-Jet-Gruppe

Ar 588.10.6Unterlagen zu den Theateraufführungen (Frauen-Rakete, Frauen-Jet-Gruppe)
1 Mappe, darin:
- Frauen-Jet-Gruppe: Aufführung Münsterhof, 03.09.1975: 18 Fotos, aufgenommen von Studenten und Studentinnen der damaligen Kunstgewerbeschule, Archiv ZHdK, mit Bildlegenden von K. Trümpy und B. Curiger [DVD]
[„Liebt Trudi Erwin?“ Rahmenhandlung: Fernsehabend, Paar vor Fernsehapparat, Programm wird moderiert von Vera Pfurrer (Ruth Grädel) die die einzelnen Nummern wie ein Nummerngirl anzeigt. So konnten beliebig Stücke Nummern verschiedenster Länge und Inhalt aneinander gereiht werden.]
- Frauen-Jet-Gruppe: Aufführung Münsterhof, 03.09.1975: Programme, Kleinplakate, Foto Panzerknackerballett [erhalten von Margrit Ebinger], Ausschnitt Manuskript Dialog Quiz „Fröged Si nöd“, Adressen Thearenawochen 23.08.-05.09.1975
- Frauenrakete: Aufführung Schützenhaus Albisgüetli (Eigenproduktion), Samstag, 19.06.1976: Kleinplakat „Frauenrakete Zürich startet ihr neues Bühnenstück!“, Kopien von Pressefotos [Fotografin Verena Eggmann, Originale nicht mehr auffindbar (Auskunft des Nachlassverwalters V. Eggmann, Bernd Steiner)], Sitzungsprotokolle (14.03.1976, 18.03.1976, 21.02.1976), Kopie Manuskript Szenen aus Stück …., Kopie Manuskript – Teil von „Julia, sie tanzte nur einen Sommer“, Adresslisten (3), Foto Arbeitswochenende Theater in Giornico, Kopien verschickter Pressetexte, Veranstaltungshinweis (Tages-Anzeiger, 19.06.1976), Kopie Foto Tagesschausprecher und Pausenknüller „aufgestellte Hausfrau“ [Peter Erni und Bice Curiger]
- Frauen-Rakete: Aufführung Rote Fabrik (Abschlussabend Thearena), Samstag, 18.12.1976: Flyer Frauenrakete: D’Fraue fahred i … … D’Fraue fahred ab, Protokoll der Sitzung vom 22.10.1976, Pressehinweis auf Veranstaltung (mit Fotos), „Ballade von der bescheuerten Hausfrau“ (Anton Bruhin und Sissi Zöbeli) Text und Audiokassette (Probe), S. 12 aus „Hot Love – Swiss Punk&Wave 1976-1980, ed. Patrick Frey (Hinweis auf Debütkonzert Troppo an dieser Veranstaltung) [Maloo von Troppo spielte in „Liebt Trudi Erwin 2“ eine Hauptrolle als Erwin]
- Filme [abgeliefert von Frau K. Trümpy am 18.08.2015]: Giorgia von Albertini: Frauenrakete TV Beitrag, Spieldauer 10min, 502 MB [Aufführung resp. Probe für Rote Fabrik, 18.12.1976; Giorga von Albertini: Frauenrakete, Film Münsterhof, 03.09.1975, Spieldauer 1h 10min, 3‘840 MB.
- Unterlagen Katharina Steffen: Fotodokumente (Gruppe), Theaterprogramm „Liebt Trudi Erwin?“, Kleinplakat für die Aufführung vom 19.06.1976 im Albisgüetli
[Ferner hat Katharina Steffen zur Aufführung im Albisgüetli Fotos und Dias von Sigmar Polke zur Verfügung gestellt; Standort: Abteilung Bild+Ton des Schweizerischen Sozialarchivs].

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AV-Dokumente

zum Anfang     Bilddokumente
SOZARCH F_5130337 digitalisierte Einheiten
1975-1976
Fotos zur Ausstellung "Frauen sehen Frauen", 09.01.-08.02.1975, Strauhof, Zürich, sowie zu den Aufführungen der Frauen-Rakete bzw. Frauen-Jet-Gruppe (Panzerknackerballett) in den Jahren 1975-1976
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SOZARCH F_90624 digitalisierte Einheiten
1975-1976
Die Videos dokumentieren die Ausstellung "Frauen sehen Frauen" (Januar 1975) im Strauhof und die Theateraufführungen der Gruppe Frauen-Rakete bzw. Frauen-Jet-Gruppe Zürich (Panzerknackerballett) in den Jahren 1975 und 1976.
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