Struktur


Aktenserien

Identifikation

Signatur : Ar 301

Entstehungszeitraum / Laufzeit : 1891-2000

Verzeichnungsstufe : Bestand

Umfang : 0.7 m


Kontext

Übernahmemodalitäten

Manuskripte unterschiedlicher Provenienz. Die Herkunft der einzelnen Dokumente ist im Folgenden, soweit rekonstruierbar, ausgewiesen.

zum AnfangInhalt und innere Ordnung

Form und Inhalt

Der Bestand umfasst Manuskripte und Typoskripte von Vorträgen, Memoiren und Erlebnisberichten, Belletristik, Sachbüchern, Auftragsstudien, Kongressberichten sowie Transkripte von Interviews.

Bewertung und Kassation

Es wurden keine Kassationen vorgenommen.

Neuzugänge

Neuzugänge werden nicht erwartet.

zum AnfangZugangs- und Benutzungsbedingungen

Zugangsbestimmungen

Die Manuskripte sind im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.

Sprache/Schrift

Texte in deutscher und französischer Sprache.

zum AnfangVerzeichnungskontrolle

Informationen des Bearbeiters

Der Bestand wurde im März 2010 von Simon Wenger verzeichnet.


Aktenserien

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Manuskripte

Ar 301.1Friedli, Sl.: Internationale Gewerkschaftsorganisation, Gerlafingen 1916/1917
1 Band und 12 eingeklebte Einzelblätter; Manuskript, insgesamt 85 S.; umfasst vier Teile:
(1) Vorwort (8 S.; dat. Januar 1919)
(2) Internationale Gewerkschaftsorganisation (67 S.; verfasst 1916/1917 mit Publikationsabsicht)
[Notiz zu Teil 2: Friedli stellt seine Schrift in den Dienst der internationalen Organisierung der Arbeiterschaft. Der Verfasser plädiert für die Schaffung eines „Arbeiter-Weltbunds“ als Gegenstück zur drohenden Vereinigung des Finanz- und Industriekapitals in einer „Welt-Kontroll-Gesellschaft“. Allein ein Arbeiter-Weltbund sei noch in der Lage, die Interessen der Arbeitenden zu wahren und die Arbeiterfrage „auf legalem Wege, ohne Erschütterungen“ zu lösen (Vorwort 1919). Der Arbeiterschaft der Schweiz spricht Friedli dabei eine führende Rolle zu.]
(3) Aufruf an das Proletariat der Schweiz (4 S.; verfasst im April 1917 begleitend zu Teil 2)
(4) Die Friedensfrage (6 S.; verfasst vor 1918); handschriftliche Notiz im Einband: „Aus dem Nachlass d. Werner Ammann, ehem. Schreberweg 6, Zürich“
Kapiteltitel: 1. Internationale Bestimmungen zur Festlegung des Minimallohns (S. 12-18); 2. Internationale Regelung der Arbeitszeit (S. 19-21); 3. Vergütungen für Überzeitarbeiten und Sonntagsarbeiten (S. 22); 4. Die Hebung der Freizügigkeit (23-24); 5. Verschiebung freier Arbeitskräfte in andere Bezirke, eventl. andere Länder (25-26); 6. Stellungnahme gegen die Verspezialisierung der gelernten Arbeiter, 7. Die verschiedenen Lohnsysteme und Ausarbeitung eines internationalen Lohnsystems (S. 31-37); 8. Die Organisation der arbeitenden Frauen (38-39); 9. Die Kriegsinvaliden (S. 40-45); 10. Die Heimarbeit (S. 46-47); 11. Internationaler Gewerkschaftszwang (S. 48-50); 12. Sicherung bei Krankheit und Unfall (S. 51-54); 13 Gegenseitige Unterstützungen durch den internationalen Verband und die hauptsächlichsten Funktionen des internationalen Verbandes (S. 55-67)]
Ar 301.2Bardach, Maurice: Lage der Flüchtlinge in der Schweiz, Zürich o.J. [um 1950]
1 Mappe; Typoskript, ca. 220 Bl.
[Die Studie rekonstruiert das Verhalten der schweizerischen Behörden und der jüdischen Organisationen (insbesondere des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes) gegenüber jüdischen Flüchtlingen zwischen 1933 und 1948 mit Schwergewicht auf den Kriegsjahren.
Die Studie blieb mit hoher Wahrscheinlichkeit unpubliziert; in der jüngeren historischen Forschung ist Maurice Bardach nicht bekannt.
M. Bardach, Dr., geb. 1882; Studium der Germanistik und Slavistik in Lemberg, Studium der Jurisprudenz und Nationalökonomie in Wien; Arbeit im Sekretariat der Ukrainischen Sozialdemokratischen Partei; nach dem Ersten Weltkrieg freier Journalist in Berlin; 1933 Emigration nach Paris, bei Kriegsausbruch Internierung in Le Vernet in den französischen Pyrenäen; durch Unterstützung des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks 1943 Einreise in die Schweiz; u.a. Kontakt zu Ignazio Silone; journalistische Tätigkeit und ca. 1950 Verfassung der vorliegenden Studie zur Lage der Flüchtlinge in der Schweiz im Auftrag des Jüdischen Weltkongresses; in den 1950er und 1960er Jahre regelmässig Aufsätze in Roter Revue und Gewerkschaftlicher Rundschau (vgl. auch beiliegenden Lebenslauf, dat. Zürich 1962). Zu Maurice und Lucie Bardach-Rosenberg vgl. das Flüchtlingsdossier im Bestand des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks (SOZARCH Ar 20 W 81.1).]
Ar 301.3Bachmann-Käufeler, Walter: Alarm in der Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts, o.O., o.J. [Zürich 1960-1966]
1 Mappe; Maschinenschrift
[Lose Sammlung von Leserbriefen und Stellungnahmen gegenüber Behörden und Verbänden; Herkunft unbekannt.]
Ar 301.4Wottreng, Willi: Die Geschichte der Kommunistischen Partei der Schweiz (1921-1931), Zürich 1972
1 Mappe; Typoskript, 100 Bl.
[Ein identisches Typoskript ist in der Bibliothek des Schweizerischen Sozialarchivs unter folgender Signatur vorhanden: SOZARCH GR 2168.]
Ar 301.5 Wagner, H.R.: Die Grundlagen der bolschewistischen Machtpolitik. Zur Soziologie des Bolschewismus, o.O., o.J. [1934-1939]
3 Mappen; Typoskript, 735 Bl., S. 205-272 fehlen; umfasst 2 Teile: (1) Die Voraussetzungen der russischen Revolution; (2) Das Wesen des Bolschewismus; enthält auch: Korrespondenz, Autorisationsvollmacht H.R. Wagner / Lotte Schwarz (dat. 1967)
[Gemäss beiliegender Autorisationsvollmacht verfasste Wagner das Manuskript zwischen 1934 und 1939 in der Schweiz. 1971 lehnte der Europa Verlag, Wien, die Anfrage von Lotte Schwarz, Brüttisellen, zur Publikation aus inhaltlichen Gründen ab. Das Typoskript wurde dem Sozialarchiv durch Felix Schwarz am 18.06.1986 übergeben.]
[Mikroform vorhanden: SOZARCH MFB 10:2]
Ar 301.6Stappert, Bernd H.: Wladimir Rosenbaum. Erinnerungen und Reflexionen, o.O., o.J. [1987]
2 Mappen; Maschinenschrift, 307Bl.; Transkript des Dialogs zwischen B.H. Stappert und W. Rosenbaum
[W. Rosenbaum, geb. 1894 in Minsk, gest. 1984 in Ascona; 1913-1918 Rechtsstudium an den Universitäten Zürich und Bern; ab 1923 als Anwalt in Zürich tätig, engagiert gegen Faschismus und Antisemitismus; Entzug des Anwaltspatents 1937 im Zusammenhang mit Waffentransaktionen zu Gunsten der Spanischen Republik; ab 1939 Antiquar in Ascona; vielfältige Kontakte mit Schriftstellern und Künstlern; 1917-1940 verh. mit Aline Valangin (vgl. SOZARCH Ar 301.7); Nachlassbestand W. Rosenbaum: SOZARCH Ar 115; Literatur: Peter Kamber: Wladimir Rosenbaum und Aline Valangin, Zürich 1990, Signatur: SOZARCH 107516]
Ar 301.7Stappert, Bernd H.: Gespräch mit Aline Valangin, o.O., o.J. [1987]
1 Mappe; Maschinenschrift, 187 Bl.; Transkript des Dialogs zwischen B.H. Stappert und A. Valangin
[A. Valangin, geb. 1889 in Vevey, gest. 1986 in Ascona; mit bürgerlichem Name Aline Rosenbaum-Ducommun; ab 1904 Studium am Konservatorium Lausanne, Pianistin; ab 1915 in Zürich wohnhaft, Arbeit als Schriftstellerin und Psychoanalytikerin, vielfältige Kontakte zu Schriftstellern und Künstlern; 1917-1940 verh. mit Wladimir Rosenbaum (vgl. SOZARCH Ar 301.6); Nachlassbestand W. Rosenbaum: SOZARCH Ar 115; Literatur: Peter Kamber: Wladimir Rosenbaum und Aline Valangin, Zürich 1990, Signatur: SOZARCH 107516]
Ar 301.8Darwin, Ingeborg: Eine Frau erlebt die spanische Revolution, o.O., o.J. [ca. 1938]
1 Mappe; Typoskript, 143 Bl.
[Erfahrungsbericht der deutschen Staatsangehörigen I. Darwin über ihre Teilnahme am Spanischen Bürgerkrieg, behandelt den Zeitraum Sommer 1936 bis Frühjahr 1937; verfasst vermutlich vor Kriegsende; Darwin emigrierte um 1933 von Deutschland nach Spanien; im Frühjahr 1937 Flucht via Marseille; Herkunft unbekannt.]
Ar 301.9Stamer, Hans: Lebensgeschichte, o.O. 1932
4 Mappen; Manuskript, 433 Bl.; enthält auch: Korrespondenz zwischen H. Stamer und V. Fraenkl
[H. Stamer, Sohn eines Handwerkers, wurde in Deutschland in den 1920er Jahren wegen Diebstahls zu einer mehrjährigen Zuchthausstrafe verurteilt. Sein Anwalt Justizrat Victor Fraenkl, Berlin, konnte durch die Anerkennung seiner nicht-eigennützigen Motive eine vorzeitige Entlassung bewirken. Die Autobiographie entstand vermutlich 1932 im Zuchthaus. Dem Sozialarchiv wurde das Manuskript 1955 übergeben von Leonhard Jenni, Geschäftsführer der Schweizer Menschenrechtsliga, im Auftrag von Margarete Ueberfeldt, Nachlassverwalterin von Fraenkl, Locarno.]
Ar 310.10Kremos, Helen: Clara Ragaz-Nadig 1874-1957. Lebensrückblick, Zürich 1995
1 Mappe; Fotokopie des Manuskripts, 93 Bl.; [vgl. die gleichnamige Publikation von 1995 in der Bibliothek des Schweizerischen Sozialarchivs mit der Signatur: SOZARCH GR 8447]
Ar 301.11Chatelain, Jules: Rapport sur le Congrès [Ouvrier] de Lausanne du 14 juin 1891, St. Imier 1891
1 Heft und 1 Blatt; Manuskript, 31 S.; dat. St. Imier, 20.06.1891
[Bericht eines Delegierten der Grütlianer von St. Imier über seine Teilnahme am „Congrès Ouvrier“ in Lausanne am 14.06.1891. Traktandiert waren gemäss Chatelain hauptsächlich die Schaffung einer Dachorganisation der Arbeiterbewegung der französischen Schweiz („Fédération Ouvrières Romande“) und die Einrichtung einer diesbezüglichen Unterstützungskasse („caisse de réserve“). Der Kongress wurde präsidiert vom Genfer Grossrat Isaac Mayor; von Albert Steck, Präsident der SPS, wurde ein Telegramm verlesen.
Bei der erwähnten "Fédération" dürfte es sich um die von Erich Gruner erwähnte „Fédération romande des syndicats professionels“ handeln. (Gruner, Arbeiterschaft, III, 145); sie blieb Episode; nach ihrer Gründung 1891 und einem zweiten Kongress ging sie bald wieder ein, weil der Stellenwert einer ausschliesslich französischsprachigen Dachorganisation besonders in den Grütli-Vereinen und der Parti Socialiste Suisse (im Unterschied zu den „Unions ouvrières“) umstritten war. Eine weitere Schwierigkeit bestand zudem in den politischen Differenzen in der Frage des Verhältnisses der Arbeiterbewegung gegenüber Radikalismus und Anarchismus, wobei insbesondere zwischen Genf und dem Jura, aber auch der Waadt, die Meinungen stark auseinander drifteten. Möglicherweise ging die Initiative zum fraglichen Kongress von der Genfer „Fédération“ aus. Dieser sowohl gewerkschaftlich wie politisch orientierte Zusammenschluss war kurz vor dem Lausanner Kongress am 01.05.1891 zustande gekommen und trat unter Louis Héritier für eine Allianz mit den Radikalen ein (Gruner, Arbeiterschaft, III, 148f.).]
Ar 301.12Wagner, Eugen: Briefe an einen Arzt. o.O., o.J. [ca. 1939]
2 Mappen; Typoskript, 262Bl.
[Erlebnisse eines Kommunisten in deutschen Gefängnissen in den 1930er Jahren;bei der einleitenden Adresse an einen Arzt dürfte es sich um eine Fiktion handeln.]
Inhalt:
1. Statt einer Einleitung
2. Ein Denkmal
3. 79 Tage fast ohne Schlaf
4. Eine Visite in Oranienburg
5. Moabit, die Erholung
6. Zweimal in einer Sache bestraft
7. ...vielleicht die einzige Chance
8. Ein Professor, ein Prozess, ein Rechtsanwalt
9. In der Zelle Karl Liebknechts
10. Zur Beobachtung
11. Barrikadenwilly und Genossen
12. Der Oberlehrer und der Fremdenlegionär
13. Noch 14 Wochen
14. Ihr Männer seid komisch
15. Nur für ein paar Stunden
16. Achtundneunzig Prozent
17. ...die Anekdote stammt nicht von mir
18. Rettet das deutsche Kind
19. Ergreift Partei
Ar 301.13Gruner, Erich: Lebenserinnerungen eines seine Zeit beobachtenden Zeitgenossen, 1990-1994
2 Bände und 2 Mappen; Fotokopie des Typoskripts, 1119 S.; lose Beilagen; verfasst zwischen 1990 und Mai 1994;
- Bd. 1: S. 1-626 [Ar 301.13.1]
- Bd. 2: S. 640-1119 [Ar 301.13.2]
- Beilagen, 2 Mappen [Ar 301.13.3]
[E. Gruner, geb. 1915 in Bern, gest. 2001 in Bern; führender Schweizer Sozialhistoriker und Politologe; 1941-1961 Gymnasiallehrer in Basel; 1961-1985 Inhaber des Lehrstuhls für Sozialgeschichte und Soziologie der schweizerischen Politik an der Universität Bern.
Die Memoiren behandeln grösstenteils den beruflichen Werdegang mit besonderem Gewicht auf der Zeit des Berner Ordinariats. Titel der 4 Teile: (1) Kindheit, Jungend, Ausbildung in Bern 1915-1941 (S. 1-149); (2) Basel 1941-1961 (S. 150a-382); (3) Bern 1962-1994 (S. 383-1074); (4) Das Leben der Familie Gruner-Burckhardt 1962-94 in Wabern b/Bern (Annex, S. 1-98). Die Beilagen umfassen Fotokopien vor allem von Unterrichts- und Forschungsunterlagen, einige Zeitungsausschnitte und vereinzelte Korrespondenz (u.a. mit: R. Braun, W. Conze, W. Rüegg)]
Ar 301.14Strasser, Charlot: Vorlesungsmanuskripte, o.O., o.J. [ca. 1930]
1 Mappe; Typoskript, 160 Bl.; undat.; 1. Vorlesung: Einleitung. Ein Brief Busonis. Neue Negerlyrik (21 Seiten); 2. Vorlesung: Von dem, was der Kleinbürger gerne liest, zu Jack London (21 Seiten); 3. Vorlesung: Jack London (19 Seiten); 4. Vorlesung: „Die goldene Kette“ von Upton Sinclair (21 Seiten); 5. Vorlesung: Upton Sinclair (23 Seiten); 6. Vorlesung: Sinclair Lewis (30 Seiten); 7. Vorlesung: Der Deutschmexikaner B. Traven (21 Seiten)
[C. Strasser, geb. 1884 in Bern, gest. 1950 in Zürich, Schweizer Psychiater und Schriftsteller.
Das Typoskript stammt aus dem Besitz von Max Arnold (1909-1998). Die gedruckte Ausgabe (Arbeiterdichtung. 7 Vorlesungen, gehalten in der Volkshochschule Zürich, Zürich 1930) findet sich in der Bibliothek des Schweizerischen Sozialarchivs unter folgender Signatur: SOZARCH 3360.]
Ar 301.15Menz, Kurt [Walter Löwenheim]: Die proletarische Revolution. Allgemeine Grundzüge ihrer Theorie und ihrer Besonderheiten in Deutschland, Berlin 1931
1 Mappe; Fotokopie des Typoskripts, 131 Bl.
[„Kurt Menz“ ist (wie „Miles“ und „Kurt Berger“) Pseudonym für Walter Löwenheim.
W. Löwenheim, geb. 1896 in Berlin, gest. 1977 in London; deutscher Sozialist und Antifaschist; 1927 Austritt aus der KPD; 1929 Gründer der Leninistischen Organisation (ORG, auch „Neu Beginnen“ genannt), die ab 1933 aus dem Untergrund gegen den Nationalfaschismus agierte; 1935 Emigration in die Tschechoslowakei, 1936 nach London (vgl. Kurt Kliem, Der sozialistische Widerstand gegen das Dritte Reich. Dargestellt an der Gruppe ‘'Neu Beginnen'‘, Marburg 1957, Signatur: SOZARCH 41906]; Walter Loewenheim: Geschichte der Org [Neu Beginnen] 1929-1935, hg. von Jan Foitzik, Berlin 1995, Signatur: SOZARCH 100413)]
Inhalt:
A. Einleitung (S. 1-5)
B. Die Lage (S. 5-14)
C. Die Theorie (S. 15-49)
D. Die Geschichte (S. 50-83)
E. Die Aufgabe (S. 84-107)
F. Die Perspektiven (S. 108-129)
[Die Schrift wurde nicht publiziert. Beim Typoskript handelt es sich vermutlich um ein Leihexemplar der Leninistischen Organisation; Bemerkung auf Bl. 2: „Diese Schrift, Exemplar No 26, 74 Seiten, ist Eigentum der Organisation und auf Verlangen jederzeit wieder zurückzugeben. Der Genosse, dem sie zur Einsicht übergeben worden ist, ist verantwortlich für eine so sorgfältige Aufbewahrung der Schrift, dass niemand ausser ihm Einblick in sie erhält.“
Aus dem Besitz von Fritz Heeb (1911-1994).]
Ar 301.16Schmidt, Erich R.: Reflexionen. Eine Jugend in Berlin. Reflexionen über Triumpf [sic] und Elend der Arbeiterbewegung - ein kulturpolitisches Portrait, o.O., o.J.
1 Mappe; Typoskripte, unvollständig (S. 1-51, S.192-210, S.1-15 (VI. Kapitel) und Inhaltsangaben zu den Kapiteln II-VI); undat.
[E.R. Schmidt, geb. 1910 in Berlin; gest. 2007 in Northampton USA. Anfang 1930er Vorsitzender der Sozialistischen Arbeiter-Jugend Berlin und Jugendsekretär der SPD, 1933 Ausschluss aus der SPD; lebte seit 1940 in den USA. Die Erinnerungen von Erich R. Schmidt wurden gedruckt (Erich R. Schmidt: Meine Jugend in Gross-Berlin. Triumph und Elend der Arbeiterbewegung 1918-1933, Bremen 1988) und sind in der Bibliothek des Schweizerischen Sozialarchivs unter folgender Signatur vorhanden: SOZARCH 87614.]
Ar 301.17Minelli, Ludwig A.: Referate 1997-2000
1 Mappe; Typoskripte von folgenden Vorträgen: Spuren eines Citoyens, 15.05.1997, 16 S.; Zum Verhältnis zwischen Anwälten und Medien, 12.03.1998, 4 S.; Die Auswirkungen der EMRK auf das schweizerische Recht, 24.06.1999, 17 S.; Vom Knarren im Räderwerk der Justiz, 16.03.2000, 17 S.; 20 Regeln für den Umgang mit der EMRK, 16.03.2000, 20 S.; Muss die Polizei die EMRK beachten? 19.-22.04.2000, 24 S.
[L. A. Minelli, geb. 1932, Journalist und Rechtsanwalt in Zürich.]
Ar 301.18Pleiss-Wenger, Margrit: Dienstverweigerer, Zürich 1984-1992
1 Mappe; Typoskript, 95 Bl.
[Sammlung von Briefen, Stellungnahmen, Notizen zur Frage der Militärdienstverweigerung, u.a. betr. J. Pleiss (vgl. die Akten des Schweizerischen Friedensrats, SOZARCH Ar 76.20.5). M. Pleiss-Wenger engagierte sich in den 1980er Jahren in einer lose organisierten Frauengruppe, die für die Entkriminalisierung der Dienstverweigerung eintrat und die diesbezügliche Gerichtspraxis beobachtete und kommentierte.]
Ar 301.19Ehrismann, Albert: Der neue Kolumbus, o.O., o.J. [ca. 1938]
1 Mappe; Typoskript, Kopie von Werner Stocker
[A. Ehrismann (1908-1998), Schweizer Schriftsteller; Erstausgabe „Der neue Kolumbus“ 1939. Das Arbeiterfestspiel wurde an der Landesausstellung („Landi“) im Rahmen der „Tage der Arbeit“ aufgeführt. Siehe auch: SOZARCH Ar 58.31.18 (Textbuch und Partituren) und SOZARCH Ar 1.270.6 (Unterlagen betr. Aufführungen von 1939) [aus dem Besitz von Max Arnold 1909-1998]
Aus dem Besitz von Max Arnold (1909-1998).]
Ar 301.20Sung, Vida: La Caverne Diabolique (Mémoires de la vie sous le régime communiste en Chine, o.J.
1 Mappe; Typoskript
177 Seiten; vormals abgelegt unter der Signatur: SOZARCH KS 335/407a-25
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