Struktur


Aktenserien

Identifikation

Signatur : Ar 201.277

Entstehungszeitraum / Laufzeit : 1980-1982

Verzeichnungsstufe : Bestand

Umfang : 0.01


Kontext

Abgebende Stelle

Ansgar Kuster

Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben

Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) erhielt als einzige Organisation in der Schweiz eine Konzession sowie Empfangsgebührengelder für die Veranstaltung von Rundfunkprogrammen. Ihre faktische Monopolstellung dauerte bis 1983.

Ab Mitte der 1970er Jahre erwuchs dem Monopol der SRG eine Konkurrenz. Sogenannte Radiopiraten machten sich oft alleine oder in kleinen Gruppen daran, die Frequenzen zu beleben. Die technische Entwicklung und der Preiszerfall ermöglichten es auch Laien, für wenige hundert Franken einen Sender zu basteln. Da die Frequenzen jenseits von 100 MHz angeblich für Kriegszwecke freigehalten wurden, gab es im Frequenzband genug Platz für ihre Experimente. Die PTT als Hüterin des Monopols setzte einiges daran, dem Tun der Radiopiraten ein schnelles Ende zu bereiten. Mobile Sender wurden mit Peilsendern geortet und die Betreiber strafechtlich verfolgt. Trotzdem existierten im Piratenjahrzehnt zwischen 1975 und 1985 Dutzende von Sendern, die teils aus Plausch, teils mit politischem Sendungsbewusstsein oder einfach aus Frust über das ungenügende offizielle Angebot aktiv wurden.

Wo die Radiopiraten nur Nadelstiche platzieren konnten, versetzte Roger Schawinski mit Radio 24 dem Monopol mit dem Zweihänder innert Kürze den Todesstoss. Im Sommer 1983 legalisierte der Bundesrat private und kommerzielle Lokalradios. Die Phase der Illegalität war vorbei. Die linke Gegenöffentlichkeit suchte und fand im Alternativen Lokalradio Zürich oder Radio Bern ihre Frequenzen. Und auch die SRG reagierte – im November 1983 ging DRS 3 auf Sendung.

Übernahmemodalitäten

Eingang: 29.08.2014

zum AnfangInhalt und innere Ordnung

Form und Inhalt

Dokumentationsmaterial zum Thema Radiopiraterie, u.a. mit Ausgaben der extrem seltenen Periodika der Bewegung.

Bewertung und Kassation

Es wurden keine Kassationen vorgenommen.

Neuzugänge

Neuzugänge werden nicht erwartet.

zum AnfangZugangs- und Benutzungsbedingungen

Zugangsbestimmungen

Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Beschränkungen einsehbar.

Sprache/Schrift

Unterlagen in deutscher Sprache

zum AnfangSachverwandte Unterlagen

Verwandte Verzeichnungseinheiten

SOZARCH F_1025: Kuster, Ansgar - Piratenradios [TON]
[Dieser Bestand umfasst Aufnahmen der Piratensender Regionalradio, Radio City International, Radio Gätterlischletzer und Radio Jasmin. Es handelt sich dabei um unpolitische Musiksender. Ebenfalls vorhanden ist eine Aufnahme einer Sendung von Radio 24, bei der es um die politischen Bemühungen in der sich abzeichnenden Liberalisierung der Radiolandschaft geht.]

zum AnfangVerzeichnungskontrolle

Informationen des Bearbeiters

Die Bearbeitung erfolgte im Dezember 2014 durch U. Kälin.


Aktenserien

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Diverses

Ar 201.277.1Unterlagen zu diversen Piratenradios (Radio FM, Radio Jasmin, Radio Z, Radio Saturn, FREE RADIO SWITZERLAND) und weitere Dokumente zum Thema "Radio-Piraterie"
1980-1982
1 Mappe, darin u.a.:
- FM, Vereinszeitung der FREE RADIO SWITZERLAND, Nr. 1 (06.02.1981)
- Kopie des Einvernahmeprotokolls der Generaldirektion PTT, Sektion Funküberwachung, mit N.N. vom 19.03.1980 (Vorwurf der Gehilfenschaft beim konzessionslosen Erstellen und Betreiben des Rundfunksenders „Radio City“)
- Fotodokumente
- Kleber: Radio International 102,1 MHz, Radio Jasmin (FM 102 MHz)
- Archiv Radio-Piraten, 1/10 (1981/1982), 1 Umschlag
- Zeitungsausschnitte
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