Struktur


Aktenserien

Identifikation

Signatur : Ar 201.104

Entstehungszeitraum / Laufzeit : 1895-1922

Verzeichnungsstufe : Bestand

Umfang : 0.3 m


Kontext

Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben

Gegr. 1883 unter dem Namen Deutsch-Schweizer Buchhandlungs-Gehülfen Verein. Vereinszwecke waren die Unterstützung der Mitglieder und ihrer Angehörigen in Krankheit und Not und allgemein die Wahrnehmung und Förderung der Interessen der Angestellten des Buchhandels. 1919 konnte der SBGAV mit dem Schweizerischen Buchhändlerverein den ersten Gesamtarbeitsvertrag abschliessen. SBGAV-Ortsgruppen bestanden in Basel, Bern, Luzern, Olten, St. Gallen und Zürich. 1960 erfolgte eine Namensänderung in „Angestelltenverband des Schweizerischen Buchhandels ASB“. Der ASB war zwischen 1965 und 1984 der Vereinigung Schweizerischer Angestelltenverbände (VSA) angeschlossen. 1998 erfolgte der Zusammenschluss mit drei weiteren Organisationen zur Gewerkschaft comedia.

Übernahmemodalitäten

Das Protokollbuch des SBGAV wurde dem Schweizerischen Sozialarchiv am 17.12.2001 von H. Bartholdi zusammen mit Unterlagen der GDP Zürich [Ar 67] übergeben.

zum AnfangInhalt und innere Ordnung

Form und Inhalt

Der Bestand enthält: Protokollbuch 1895-1922.

Bewertung und Kassation

Es wurden keine Kassationen vorgenommen.

Neuzugänge

Neuzugänge werden nicht erwartet.

zum AnfangZugangs- und Benutzungsbedingungen

Zugangsbestimmungen

Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.

Sprache/Schrift

Unterlagen in deutscher Sprache

zum AnfangSachverwandte Unterlagen

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Das Protokollbuch gehört zum Bestand SOZARCH Ar 414: Angestelltenverband des Schweizerischen Buchhandels ASB

Veröffentlichungen

Publikationsorgan: Der Schweizer Buchhandlungsgehilfe, ab Jg. 42 (1960/1961): Der Buchhändler.


Aktenserien

zum Anfang

Diverses

Ar 201.104.1Protokollbuch 1895-1922
Protokolle der Generalversammlungen und Vorstandssitzungen, 1. September 1895 - 22. Juni 1929. Darin: Gründungsbericht.
„Kurze chronologische Notizen seit der Gründung des S.B.G.Vereins
Es war am 12. August 1883, als sich auf Veranlassung des Herrn Carl Ziegenhirt, damals Geschäftsführer des Schweiz. Vereins-Sortiments, Olten, mehrere Collegen in Luzern zu einer freundschaftlichen Besprechung zusammenfanden. Der Erfolg dieser Zusammenkunft war die Gründung des Deutsch-Schweizer Buchhandlungs-Gehülfen Verein. Als Zweck des Vereins wurde namentlich eine Krankencassa ins Auge gefasst. Als Beitrag wurden jährlich Fr. 6.- erhoben. Nur wenige Collegen zeigten sich willig, dem Rufe zu folgen.
Alle Jahre wurden 2 Wanderversammlungen abgehalten und zwar im Herbst u. Frühjahr. Dadurch wurde der Verein mehr bekannt und die Zahl der Mitglieder bedeutend vermehrt. Im Laufe der Jahre waren die Herren R. Loebell in Zürich u. J. Hambrecht in Olten die Vorsitzenden des Vereins.
Unter der trefflichen Leitung des Herrn Hambrecht, Geschäftsführer des Vereins-Sortiments Olten, blühte der Verein günstig auf. Die Statuten wurden revidiert und verbessert. Die Beiträge wurden erhöht auf Fr. 12.- pro Jahr. Die Leistungen der Kranken-Kassa auf Fr. 15.- per Woche während 26 Wochen gehoben. Ueberhaupt wurde der Verein unter Herrn Hambrechts Leitung wesentlich gehoben und der Zweck: Krankenkassa-Unterstützungs-Kassa ins helle Licht gestellt. Dadurch gewann der Verein auch bedeutend in den Augen der Prinzipale, welche uns jährliche Beiträge spendeten.
„Schweizerischer Buchhandlungs-Gehilfen-Verein“
Im Jahre 1889 wurde die Leitung des Vereins dem Herrn Otto Drasdo in Basel übertragen,. Herr Drasdo gehörte dem Vorstand schon seit 1888 und übernahm nur ungern diese neue Stellung als Präsident.
Durch treue Mitarbeiter im Vorstand, wir nennen hier nur die Herren Paul Berger, Olten, ferner A. Frey, Frauenfeld, A. Ferber, Frauenfeld u. Oswald Schön, Zürich u.A.m., wurde es jedoch nicht allzu schwer gemacht, den Verein, welcher auf gesunder Basis ruhte, weiter zu führen. Manche Stürme, aber auch viel Sonnenschein zeigte sich in der Reihe der Jahre. Die zweimalige Wanderversammlung wurde abgeschafft und nur eine einmalige Generalversammlung im Jahre angenommen. Der Vorstand hatte im Frühjahr eine offizielle Zusammenkunft. Unter der Leitung des Vorsitzenden, der nunmehr dieses Amt 14 Jahre lang führt, ist der Verein aus dem Jugend- in das Mannesalter getreten und hat durch Krankenkassa und durch Unterstützungs-Kassa manchen Segen gestiftet – möge unser Verein auch in Zukunft weiter wachsen, blühen und gedeihen.
Vor einigen Jahren gieng, auf bist jetzt noch unaufgeklärte Weise das Protokollbuch des Vereins verloren und daher hat man diese kurze Eingangs-Geschichte des Vereins aus dem Gedächtniss niedergeschrieben.“
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