Struktur


Aktenserien

Identifikation

Signatur : Ar 198.46

Entstehungszeitraum / Laufzeit : 1867-1951

Verzeichnungsstufe : Bestand

Umfang : 0.20 m


Kontext

Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben

Geboren am 18.07.1867 als Tochter von Herman Greulich und Johanna Greulich-Kaufmann. Kunstmalerin. Verheiratet (1897) mit Wilhelm van Hasz, Dekorationsmaler. Der Ehe, die 1917 geschieden wurde, entstammten zwei Töchter: Die Ehe wurde 1917 geschieden. Verstorben am 25.05.1917.

Margarete Greulich gestaltete für den Internationalen Sozialistenkongress von 1893 in Zürich das Kolossalporträt von Karl Marx. Am Internationalen Kongress für den Arbeiterschutz von 1897 in Zürich referierte sie über die Erwerbsarbeit von Frauen. Zwischen 1897 und 1899 präsidierte sie den Sozialdemokratischen Abeiter-Frauen- und Töchter-Bildungsverein Zürich.

Übernahmemodalitäten

Dem Schweizerischen Sozialarchiv überlassen von Herman Schmidt, Aarau, am 20.03.2015.

zum AnfangInhalt und innere Ordnung

Form und Inhalt

Nachlasssplitter; enthält:

- Lebensbuch von Margarete Greulich, zusammengestellt von Leni Meyer-van Hasz, mit zahlreichen Originalen

- Unterlagen zu Leben und Werk

- Werke

Bewertung und Kassation

Mit Ausnahme weniger Mehrfachexemplare wurden keine Kassationen vorgenommen.

Neuzugänge

Neuzugänge werden nicht erwartet.

zum AnfangZugangs- und Benutzungsbedingungen

Zugangsbestimmungen

Für diesen Bestand gelten keine Benutzungsbeschränkungen

Sprache/Schrift

Unterlagen in deutscher Sprache

zum AnfangSachverwandte Unterlagen

Verwandte Verzeichnungseinheiten

SOZARCH Ar 170: Nachlass Herman Greulich (1842-1925)
SOZARCH Ar 144: Nachlass Gerold Meyer (1900-1990)

Veröffentlichungen

Herman Schmidt: Margarete Greulich, Portraitmalerin: 1867-1917, Aarau 2012, 82 S.: Ill. + 1 CD-ROM [vgl. SOZARCH Ar 198.46.5]

zum AnfangVerzeichnungskontrolle

Informationen des Bearbeiters

Verzeichnung durch U. Kälin im Oktober 2015


Aktenserien

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Akten

Ar 198.46.1Lebensbuch, Teil 1: Jugend- und Studienzeit
1867-1888
1 Band
Darin u.a.:
Geburts-Schein, Fotodokumente, Korrespondenz (insbesondere von und an die Eltern Herman Greulich und Johanna Greulich-Kaufmann sowie von Julie Kaufmann) mit maschinenschriftlichen Abschriften von L. Meyer-van Hasz, Zeugnisse, Programme von Vortragsübungen, Diverses
Ar 198.46.2Lebensbuch, Teil 2: Erfolge der Künstlerin
1888-1898
1 Band
Darin u.a.:
Korrespondenz (insbesondere von und an die Eltern Herman Greulich und Johanna Greulich-Kaufmann, Louise Wolff, Wilhelm van Hasz, Richard Zadow und Julie Kaufmann), Gedichte von Margarete Greulich, Zeichnungen, Fotodokumente (u.a.: Fotoaufnahme einer Gesellschaft, die unter der Führung von Prof. Heierli die Ausgrabestelle der Pfahlbausiedlung am Pfäffikersee besichtigte), Ausweisdokumente, Zeitungsausschnitte, Diverses
Ar 198.46.3Lebensbuch, Teil 3: Ehe, Familie, Tätigkeit, Leiden und Tod
1899-1919
1 Band
Darin u.a.:
Fotodokumente, Aufzeichnungen von Leni Meyer-van Hasz, Korrespondenz (insbesondere von und an die Eltern Herman Greulich und Johanna Greulich-Kaufmann, an Wilhelm van Hasz, an die Kinder Leni und Margret sowie von der Schweiz. Künstlergenossenschaft), handschriftliches Testament vom 05.10.1915, Scheidungsklage vom 01.05.1916, Handarbeit von Margarete Greulich-van Hasz [verfertigt während des Spitalaufenthalts 1916]
Ar 198.46.4Unterlagen zu Leben und Werk
1878-1951
1 Mappe
Darin:
M. Greulich: Geographie-Arbeit aus der Privatschule Beust, 1878
Postkarte von M. Greulich an die Eltern, 27.11.1887 [Berlin]
Bazar in Zürich den 16., 17., 18. Juni 1887 [Veranstaltung für die Unterstützung vom Ferienkindern]; 1 Band mit Abbildungen, Tafeln und Noten
Kassabüchlein 1889-1906: Einnahmen [aus Atelier, Auftragswerken und Unterricht] und Ausgaben]
Abschrift eines Referats von Jean Sigg, Genf, und Margarete Greulich, Zürich, anlässlich des Internationalen Kongresses für Arbeiterschutz, Zürich, 23.-28.08.1897 [„Arbeit der Frauen“]
Scheidung: Beweisbeschluss Bezirksgericht Zürich vom 12.10.1916, Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 11.01.1917, Kopie des Dispositivs und Güterrechtsvergleich vom 23.01.1917
Wiedereinbürgerung 1917: Verfügung des Schweizerischen Politischen Departements vom 26.03.1917
Tod 25.05.1917:
- Todesanzeige
- Beisetzungsbescheinigung
- Danksagungskarte
- Kondolenzbrief der Maler-Kollegen (Dora Hauth-Trachsler vom 29.05.1917
- Nachruf von Marie Hüni im Volksrecht vom 04.06.1917 und in der „Vorkämpferin“ vom 01.06.1917
- Inventar: Bericht über die Nachlassverhältnisse von Margaretha Greulich gesch. van Hasz, 01.06.1917; „Erbschaftsinventar bei der Teilung des Nachlasses unserer Mutter Margareta Greulich, gesch. van Hasz“, 22.10.1926 [Betreffnis von Helena (Leni) van Hasz]
Ausstellungen: Brief von Heinrich Scheu, Feldmeilen, an Frau Greulich, 25.03.1919; 1951, 8. September bis 28. Oktober 1951: Nachtrag (gedruckt) zum Katalog „Zürcher Bildnisse aus 5 Jahrhunderten“ (Helmhaus Zürich)
Biographisches: Entwurf, vermutlich korrigiert, von Heinrich Scheu und Abschrift für Gedenk-Ausstellung 1919; Abschrift aus dem Schweizerischen Künstlerlexikon 1905 (Durchschlag), Anfrage Kunsthaus Zürich vom 17.10.1938 mit zwei Beilagen, Antwort Leni Meyer-van Hasz vom 20.11.1938 mit beiliegenden Notizen (Durchschlag, 3 Blätter), Postkarte vom 19.12.1938
Ar 198.46.5Skizzen und Texte
ca. 1882-1915
2 Bde. und eine Mappe
Darin:
- (Bleistift-)Zeichnungen, Skizzen, 23x30 cm; 1 Umschlag
- Skizzenbuch, darin auch Abschriften diverser Gedichte und Texte (J.W. Goethe, Moritz Hartmann, Jean Paul, Felix Tandem (Karl Spitteler), Nikolaus Lenau, Joseph von Eichendorff, Anastasius Grün, H. Lingg, Gottfried Kinkel, Johann Gottlieb Fichte, Alice von Gaudy)
- Skizzenbuch von Margarete Greulich, 10x19 cm, mit handschriftlicher Widmung von Herman Greulich [Buchbinderarbeit von Herman Greulich]
[Enthält auch: Herman Schmidt: Margarete Greulich, Portraitmalerin, 1867-1917, Typoskript mit CD (Verzeichnis der Werke von M. Greulich und Bilddateien), 82 Seiten, Aarau 2012]

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Bilddokumente

SOZARCH F_513581 digitalisierte Einheiten
Portraits, Skizzen und Aktstudien aus dem Besitz von Herman Schmidt, Aarau
Die Portraitmalerin Margarete Greulich besuchte 1882-1886 die Kunstgewerbeschule Zürich und liess sich danach an der Königlichen Kunstschule in Berlin weiterbilden. Zurück in Zürich verdiente sie ihr Geld mit Mal- und Zeichenunterricht. Anlässlich des Kongresses der Sozialistischen Internationale von 1893 in Zürich zierte ihr Portrait von Karl Marx den Kongresssaal. Nach ihrer Verheiratung mit Wilhelm van Hasz entwickelte sich ihre Künstlerkarriere zögerlich, obwohl sie sich einen Ruf als talentierte Portraitmalerin erworben hatte. 1911 weilte sie zur Entwicklung ihres Malstils für mehrere Monate in München.
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