Struktur


Aktenserien

Identifikation

Signatur : Ar 198.21

Entstehungszeitraum / Laufzeit : 1922-1996

Verzeichnungsstufe : Bestand

Umfang : 0.2 m


Kontext

Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben

Geb. am 20. April 1905 als Tochter einer Buchhandlungs- und Verlegerfamilie in Basel. Nach der Volksschule Besuch der Gymnasialabteilung der Töchterschule in Basel mit Maturitätsabschluss (1922-1925). Studium der Volkswirtschaft in Basel (1925-1926) und der Staatswissenschaften in Freiburg i.Br. (Sommersemester 1926), danach Tätigkeit bei der Industrie-Gesellschaft für Schappe, Basel (1926-1927). Besuch der Sozialen Frauenschule in Zürich (1927-1928) mit Praktika (Orthopädisches Institut Dr. Hallauer, Zürich; Fabrikfürsorge Gebr. Bühler, Uzwil). Ausbildung in Betriebspsychotechnik; Anstellung bei der Société de la Viscose in Widnau als Psychotechnikerin (1.5.1928). 1930 Wahl zur ersten Fabrikinspektorin in der Schweiz (1. Adjunktin im Eidgenössischen Fabrikinspektorat, Kreis 4, St. Gallen, 1930-1937). Mitarbeit an der Heimarbeitsgesetzgebung. 1937 Heirat mit Dr. Fritz Rippmann, Staatsanwalt und Kantonsgerichtspräsident in Schaffhausen. In den Kriegsjahren Tätigkeit als FHD-Sektionschefin bei der Generaladjudantur und in der Flüchtlings- und Interniertenbetreuung. Präsidentin der Frauenzentrale Schaffhausen (1946-1960) und Zentralpräsidentin des Schweizerischen Gemeinnützigen Frauenvereins (1965-1972).

Übernahmemodalitäten

Die Unterlagen von Dora Rippmann-Helbing wurden dem Schweizerischen Sozialarchiv am 23. Januar 2003 von Rosmarie Vogt-Rippmann übergeben.

zum AnfangInhalt und innere Ordnung

Form und Inhalt

Der Bestand enthält: Biographisches, Fotoalben, Manuskripte, Diverses.

zum AnfangZugangs- und Benutzungsbedingungen

Zugangsbestimmungen

Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.

Sprache/Schrift

Unterlagen in deutscher Sprache

zum AnfangSachverwandte Unterlagen

Veröffentlichungen

Literatur:

Periodika:

zum AnfangVerzeichnungskontrolle

Informationen des Bearbeiters

Die Ordnung und Verzeichnung erfolgte im April 2003.


Aktenserien

zum Anfang

Diverses

Ar 198.21.1Unterlagen zur Person
Aufsatzhefte (3), 1922-1925.
Zeugnisse.
Familiengeschichtliches („Stammbaum Helbing“).
Autobiographische Notizen (hand- und maschinenschriftlich).
Textil- und Schuhkarten, 1944/1945.
„Wie ich das Bombardement von Schaffhausen vom 1. April 1944 erlebt habe“, mit Beilagen.
Rede von Fritz Rippmann zum 50. Geburtstag von Dora Rippmann-Helbing, 20.4.1955.
„Das Altersheim ‚Wiesli‘, eine wohldurchdachte Vorlage“, Leserinnenbrieg, 15.6.1978.
Beitrag für den Kirchenboten, undat.
Notiz zum Hinschied von Els Peyer-v.Waldkirch, undat.
Flüchtlingsbetreuung / Interniertenlager: Norwegerlager 1. Juni – 15. Juli 1945, Schaffhausen (1 Album); Protokoll über den Rapport betr. Flüchtlingskinder aus dem Konzentrationslager Buchenwald, im Barackenlager Breitenau, Schaffhausen, 12.6.1945; Schnitzelbank, undat., 5 Seiten; Brief des Stadtpräsidenten W. Bringolf vom 15.7.1945; Brief der Légation Royale de Norvège vom 29.7.1947.
Fotoalbum 1928, darin u.a.: Société de la Viscose Suisse.
Fotoalbum, mit Aufnahmen aus den Jahren 1923-1931 (Familie, Freunde, Lehrer etc.): Klasse G.V. der Töchterschule Basel, Wohlfahrtshaus der Firma Gebrüder Bühler, Uzwil, um 1930; Freiburg i.Br. 1926; Soziale Frauenschule, 1927; Orthopädisches Institut Dr. Hallauer-Schulthess, 1927; Fabrikfürsorge Gebrüder Bühler, 1927; Gustav Helbing, 1924.
Fotografien: Aktivdienst, Porträts, Familienfotografien, Schweizerischer Gemeinnütziger Frauenverein.
Ar 198.21.2Unterlagen zu beruflichen und frauenpolitischen Tätigkeiten
Anstellungsvertrag mit der Société de la Viscose Suisse, 31.5.1928.
D. Helbing: Eindrücke vom Psychotechnischen Einführungskurs in Zürich, März 1929, Typoskript, 8 Seiten, April 1929. - Bericht über den Gang der Lehrschule nach dem von Herrn Prof. Suter aufgestellten Lehrplan, Typoskript, 6 Seiten, Februar 1930.
Korrespondenz 1928-1931: Kantonale Zentralstelle für Lehrlingswesen des Kantons St. Gallen, Zentralstelle der Arbeitsnachweisbureaux der Kantone St. Gallen u. Appenzell A.Rh., Schweizerische Zentralstelle für Frauenberufe, BIGA.
Ernennungsurkunde (Adjunkt 2. Kl. im eidg. Fabrikinspektorat des IV. Kreises, 23.11.1934.
Protokoll der Tagung über industrielle Heimarbeit vom 28./29. November 1941 in St. Gallen.
Protokoll des Arbeitsausschusses für industrielle Heimarbeit (Schweizerischer Verband für Heimarbeit), 11. Februar 1942
Korrespondenz 1943-1948: BIGA, Eidg. Volkswirtschaftsdepartement, Bundeskanzlei.
Fabrikeindrücke, Herbst 1926-Frühjahr 1927 (Industriegesellschaft für Schappe, Basel) u. 20.12.1930. Handschriftliche Aufzeichnungen von D. Helbing, 32 Seiten.
Heimarbeit/Heimarbeitsgesetz, 1936-1937. Darin:
D. Rippmann-Helbing: Die Heimarbeitsverhältnisse in der Schweiz, Typoskript, 2 Seiten.
D. Rippmann-Helbing: Der Schutz der Heimarbeiter, Typoskript, 4 Seiten.
D. Rippmann-Helbing: Die Heimarbeitsgesetzgebung in Deutschland, Typoskript, 6 Seiten.
Korrespondenz (u.a. BIGA, Dora Schmidt, Margarita Gagg-Schwarz, Dr. A. Saxer (Zentralverband der schweiz. Handmaschinenstickerei), Elisabeth Thommen.
Zeitungs- und Zeitschriftenartikel
Frauenzentrale Schaffhausen, 1960-1990. Darin: 50 Jahre Frauenzentrale Schaffhausen 1920-1970, Schaffhausen 1971; einzelne Korrespondenz an D. Rippmann-Helbing, 1960-1965; Zeitungsausschnitte.
Schweizerischer Gemeinnütziger Frauenverein, 1965-1972: Unterlagen zur 77. Jahresversammlung des SGF in Rapperswil, 11./12.5.1965 (enthält u.a.: Typoskript der Ansprache von D. Rippmann-Helbing, 6 Seiten; Zeitungsausschnitte); Jahresbericht 1971 (Typoskript, 11 Seiten); Schlusswort von D. Rippmann-Helbing (1971); Eröffnungsansprache von D. Rippmann-Helbing anlässlich der Eröffnung der Gewächshausanlagen der Gartenbauschule in Niederlenz, 14.12.1968.
Manuskripte:
Auswirkungen der besonderen Schutzbestimmungen für Frauen im schweizerischen Fabrikgesetz. Fragebogen, undat. (um 1933).
Die Beschäftigung 14-16jähriger Mädchen in Fabriken, 14. Oktober 1933, 7 Seiten.
Arbeitsmöglichkeiten für Frauen im Hotel- und Gastwirtschaftsgewerbe, Radiovortrag (Die Viertelstunde des Arbeitsmarktes), 6. November 1934, 6 Seiten.
Die Stellung der Frau in der heutigen Krisenzeit, 1935, 21 Seiten.
Besuch im Industriemuseum in London. Eindrücke von einer kurzen Studienreise nach England, 1935, 18 Seiten.
Was müssen wir als Arbeiterinnen vom Bundesgesetz über die Arbeit in den Fabriken wissen? Januar 1936, 13 Seiten.
Krisenerscheinungen in industriellen Betrieben mit vorwiegend weiblicher Arbeiterschaft, undat. (um 1937), 7 Seiten.
Arbeiterinnenschutz, Fahnenabzug für das Handbuch der Schweizerischen Volkswirtschaft, 1938.
Arbeiterinnenschutz, 24.9.1938, 6 Seiten.
Die Frau in der Arbeits-Gesetzgebung, 14.1.1939, 17 Seiten.
Die Frau in der schweizerischen Industrie, undat. (um 1939), 19 Seiten.
Du, junge Fabrikarbeiterin, 1941, 2 Seiten.
England, 1963.
Diskussionsbeitrag zum Referat des Herrn Dr. Wegmann: Was kann z.Z. zugunsten der Fabrikkinder durch eine bessere Ausnützung der Bestimmungen des eidg. Fabrikgesetzes noch geschehen? undat., 2 Seiten.
Ein Tag in der Fabrikfürsorge, undat., 2 Seiten.
Über die soziale Verantwortung des Käufers, undat., 5 Seiten.
Welchen Einfluss hat der gesetzliche Ausschluss der Arbeiterinnen von schweren oder gesundheitschädlichen Arbeiten auf die Stellung der Frauen auf dem Arbeitsmarkte/auf ihre Konkurrenzfähigkeit mit den Männern? undat., 14 Seiten.
Drucksachen:
Dora Helbing: Der Schutz der Heimarbeit, Referat gehalten an der Hauptversammlung des Bundes Schweizerischer Frauenvereine, 3. Oktober 1936, in Chur, SA aus: „Stickerei-Industrie“.
Dora Rippmann-Helbing: Soziale Voraussetzungen zur Ausgabe von Heimarbeit, in. Schweizerischer Verband für Heimarbeit, Schriftenreihe Nr. 6, 1941.
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