Struktur


Aktenserien

Identifikation

Signatur : Ar 198.17

Entstehungszeitraum / Laufzeit : 1916-1964

Verzeichnungsstufe : Bestand

Umfang : 0.2 m


Kontext

Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben

Geboren in Biel am 29.6.1899 als Sohn eines Uhrsteinmachers, gestorben am 26.12.1964 in Bern-Bümpliz. Besuch der Schulen in Nidau und Biel. Danach besuchte Fell das Lehrerseminar in Hofwil. Eintritt in die Freie Jugend. Von 1920 bis 1928 Lehrer in Ostermundigen; zwischen 1928 und 1944 Alleinredaktor des sozialdemokratischen Parteiblattes „Seeländer Volksstimme“. In Biel präsidierte Paul Fell die Sozialdemokratische Partei und den VPOD. Er war Mitglied des Gemeinderates und Präsident der Schulkommission. Nach dem Konflikt mit dem rechten Flügel der SP und der Gewerkschaften trat Fell 1944 der neu gegründeten Partei der Arbeit bei. Er leitete die PdA-Fraktion im Bieler Stadtrat und wurde 1946 in den Grossen Rat des Kantons Bern gewählt. Von 1945 bis 1948 war er Korrespondent des „Vorwärts“. Rückkehr in den Schuldienst: 1948-1955 in Wengi bei Frutigen, 1955-1962 in Bannwil bei Langenthal. Paul Fell war seit dem 12.4.1922 mit der Lehrerin Frida Boss von Ostermundigen verheiratet. Aus dieser Ehe gingen zwei Töchter hervor.

Übernahmemodalitäten

Der Nachlass Paul Fell gelangte 1999 aus dem Besitz der Nachkommen von Paul Fell, zusammen mit dem Periodica-Bestand „Seeländer Volksstimme“ sowie mit den Nachlässen Edgar Woog (Ar 140) und Otto Schudel (Ar 198.18), von Basel ins Schweizerische Sozialarchiv.

zum AnfangInhalt und innere Ordnung

Form und Inhalt

Der Bestand enthält: Autobiographisches, Korrespondenz (u.a. Pressezensur 1939-1944, Briefe von Willi Münzenberg, Hugo Kramer, Franz Schmidt), Drucksachen zur Angelegenheit Paul Fell (1944), Bulletins und Extrablätter der Seeländer Volksstimme (1939 bis 1941), Broschüren und Pamphlete von Paul Fell, Unterlagen zur Bieler Pensionskassen-Affäre (1961-1964), Manuskripte (u.a. von eigenen Theaterstücken und Kindergeschichten), Unterlagen zur Schultätigkeit (1925-1964), Verschiedenes.

zum AnfangZugangs- und Benutzungsbedingungen

Zugangsbestimmungen

Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.

Sprache/Schrift

Unterlagen in deutscher Sprache

zum AnfangSachverwandte Unterlagen

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Nachlässe Edgar Woog (Ar 140) und Otto Schudel (Ar 198.18)

Veröffentlichungen

SOZARCH ZA 04.9: Autobiographie: „Dieses halbe Jahrhundert“. Lebenserinnerungen von Paul Fell 1899-1964, 102 Seiten mit zahlr. Abbildungen

zum AnfangVerzeichnungskontrolle

Informationen des Bearbeiters

Die Bearbeitung erfolgte im Winter 2001/2002.


Aktenserien

zum Anfang

Diverses

Ar 198.17.1Biographisches, Manuskripte
Mappe 1: Pressezensur / Briefwechsel mit Zensurbehörden, 1939-1944: Generaladjutantur Sektion Heer und Haus, Pressechef Ter.Kr.2, Armeestab Abt. Presse und Funkspruch.
Mappe 2: Bulletins und Extrablätter der Seeländer Volksstimme, 1. September 1939 bis 1941.
Mappe 3: E guldige Fingerring. Ein Stück mit acht Bildern und einem Vorspiel, Manuskript, November 1959, 80 Seiten.
Mappe 4: Korrespondenz, Diverses. Darin:
Andreas Link: „Villa Drechsler“, eine Kindergeschichte, undat. Typoskript, 146 Seiten.
Korrespondenz: Brief von W. Münzenberg an Paul Fell, 24.3.1916; Brief des Zentralvorstandes der Soz. Jugendorganisation der Schweiz (J. Belina) an Paul Fell, 31.1.1917; Brief von M.W. an P.F., 16.8.1928; Karte von Hugo Kramer an P.F., Febr. 1944; Karte von Hans Vogel (Berner Tagwacht) an P.F., 30.11.1943; Brief von Franz Schmidt (Volksstimme St. Gallen) an P.F., 2.3.1944; Vorladung wg. Sachbeschädigung, 29.10.1945; Brief an die Ehefrau, undat.
Drucksachen zur Angelegenheit Paul Fell: [P. Fell:] Vom Bannstrahl getroffen aber nicht erschlagen, 4.9.1944; [Paul Fell:] Autour d’un conflit. Aux travailleurs et électeurs de Bienne et du Jura bernois, 15.4.1944; Einheit im Sozialismus. Votum des Genossen P. Fell, Biel, an der „Kundgebung der Linken“ vom 1. Juni 1944 in Zürich; diverse Flugblätter und Informationsbulletins im Zusammenhang mit dem Ausschlussverfahren aus der SPS (1944).
Paul Fell: Der Tomaten-Prozess um Eva Peron, 28.2.1948.
La Sentinelle et Le Courrier Jurassien, No 33, jeudi, 1er Mai 1902.
Schwurgerichts-Prozess gegen die Bieler Antifaschisten, 24. bis 26. Okt. 1946 in Biel: Flugblatt, Fotografie.
Dieses halbe Jahrhundert. Lebenserinnerungen von Paul Fell 1899-1964, 102 Seiten mit zahlr. Abbildungen.
Ar 198.17.2Schulisches
Diverse Unterlagen betr. Schuldienst, ca. 1925-1961
Materialien für verschiedene Unterrichtsfächer [Deutsch, Heimatkunde 1925/1926, Naturkunde 1949, Geographie 1949]; Übersicht über Einnahmen aus Privatstunden; Abrechnung über die Schulreise nach Bosco Gurin vom 20./21.6.1961; Theaterabrechnungen (Schritt i d’s Läbe, 1959; E guldige Fingerring, 1960; Der Eselikrieg, 1961); diverse Stundenpläne und Arbeitsprogramme, Stoffpläne 1950/1951 (vier Hefte), Stoffpläne 1951/1952 (zwei Hefte).
(Schul-)Tagebücher: Winter 1949/1950 (zwei Hefte), 2.4.-20.10.1951, 1.11.-19.1.1952, 21.1.-14.6.1952,
Unterlagen zur Bieler Pensionskassen-Affäre, 1961-1964.
Schüleraufsätze, ein Heft, undat.
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