Struktur


Aktenserien

Identifikation

Signatur : Ar 198.16

Entstehungszeitraum / Laufzeit : 1904-1990

Verzeichnungsstufe : Bestand

Umfang : 0.1 m


Kontext

Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben

Harry Ringger, geb. am 28.5.1909, Bürger der Stadt Zürich, absolvierte nach der Primar- und Sekundarschule eine Mechanikerlehre bei der Firma Zellweger AG in Uster. Seit Sommer 1930 Mitarbeiter der Praesens-Film Zürich arbeitete Harry Ringger als Kamera-Assistent von Emil Berna. Ab 1933 wurde er als selbständiger Kameramann eingesetzt. Von 1936 bis 1939 arbeitete er mit dem deutschen Dokumentarfilmer Curt Oertel am berühmten Michelangelo. Danach Tätigkeit als Kameramann und Chefoperateur, u.a. für die Filme "Emil, me mues halt rede mitenand" [1941, Regie: Max Haufler], "Maturareise" [1942, Regie: Sigfrit Steiner] und "Steibruch" [1942, Regie: Sigfrit Steiner]. Im Oktober 1950 arbeitete Ringger zusammen mit dem amerikanischen Filmstar Paul Muni ein Projekt über "Pestalozzi". Wie eine Reihe anderer Dokumentarfilm-Projekte wurde der Pestalozzi-Film nicht realisiert. Ringger zog sich zu Beginn der fünfziger Jahre aus dem Film zurück und wurde Vertreter für Eisenwaren.

Gerda Ringger wurde am 29.5.1909 in Wien geboren. Der Vater stammte aus Aeschach bei Lindau und war als Handelsmann tätig, die Mutter stammte aus der Romandie. Gerda Ringger studierte in Paris und München Romanistik. Sie promovierte in Zürich mit einer Arbeit über Charles Baudelaire.

Gerda und Harry Ringger waren beide in der Wandervogelbewegung aktiv und traten später der KPS bei.

Übernahmemodalitäten

Die Unterlagen betr. Gerda und Harry Ringger-Anhegger wurden dem Schweizerischen Sozialarchiv Anfang 1999 von Helen Kamer übergeben.

zum AnfangInhalt und innere Ordnung

Form und Inhalt

Der Bestand enthält: Biographisches, Exposés, Presseartikel, Diverses.

zum AnfangZugangs- und Benutzungsbedingungen

Zugangsbestimmungen

Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.

Sprache/Schrift

Unterlagen in deutscher Sprache

zum AnfangSachverwandte Unterlagen

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Weitere Exposés von Harry Ringger sowie Filme und Fotodokumente befinden sich in der Cinémathèque Suisse in Lausanne

Veröffentlichungen

Hervé Dumont: Geschichte des Schweizer Films, Spielfilme 1896-1965, Lausanne 1987, S. 319f [Signatur SSA: Gr 5668].


Aktenserien

zum Anfang

Diverses

Ar 198.16.1Verschiedenes
7 Mappen.
Mappe 1: Familiengeschichtliches aus dem Besitz von Gerda Ringger-Anhegger.
Darin u.a.:
Heimatrechts-Urkunde für Johann Hermann Anhegger, Aeschach (Bayern), 18.5.1907; Heimatscheine vom 9.3.1904 und vom 26.1.1922. Reisepässe für Helena Anhegger 1915, 1920. Dissertation von Gerda Anhegger: Charles Baudelaire, der Dichter des Spleens, Zürich 1937. Diverse Zeugnis für Gerda Anhegger, u.a. von H. Gmür (ABC, Unabhängige schweizerische Tribüne), 31.1.1938, und von Felix Moeschlin (Richtlinienbewegung, Arbeitsstelle Zürich), 1.1.1938. Fotografie mit Gerda und Harry Ringger (evt. Wandervogel). Verschiedene Unterlagen betr. Marija Soroka (geb. 1921), 1945. Dossier "Kriegswirtschaft", darin: Milch-Kontrollheft, diverse Ausweise und Lebensmittelkarten, Korrespondenz mit dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich, 1942.
Mappe 2: Biographisches zu Harry Ringger. Darin u.a.: Typoskript "Meine Tätigkeit im Schweizer-Film, von 1930 bis 1950", 2 Seiten. Lebenslauf, 5.3.1951, 2 Seiten. Produktionsvertrag mit der Schweizerischen Zentrale für Verkehrsförderung, 1944. Unterlagen betr. Ablieferungen an die Cinémathèque, 1991. Einzelne Korrespondenz, 1939-1950 [SABZ, Paul Muni, EDI, Leo Fritze]
Mappe 3: Kopien von Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln von und über Harry Ringger, ca. 1938-1985.
Mappe 4: Exposés. Darin u.a.:
Handwerk hat goldenen Boden, 1940, 6 Seiten.
Zürich, die Metropole der Schweiz, 1943, 2 Seiten.
Das grosse Feuerwerk, Typoskript, 1949, 9 Seiten.
Ein Lausbuben-Streich. Ein Eisenbahnabenteuer ohne grosse Folgen, 1949, 8 Seiten.
An jene, die nach uns kommen, 1949, 4 Seiten.
Chartres 1949, 2 Seiten.
Schuhmacher Martin und die Kinder von Grüningen, 1949, 8 Seiten.
Ein salomonisches Urteil von heute, 1949, 3 Seiten.
Die Wette des Peter Wild, 1950, 12 Seiten.
Denk an deine Mutter!, 1951, 4 Seiten.
Die Gefallenen, 1952, 3 Seiten.
Ich brauche eure Hilfe nicht..., undat., 23 Seiten.
S'Fadezeindli, undat., 6 Seiten.
Bertolt Brecht: Kurze Beschreibung einer neuen Technik der Schauspielkunst, die einen Verfremdungseffekt hervorbringt, Typoskript, undat., 5 Seiten.
Ein Föhntraum, undat., 4 Seiten.
Die Wette, undat., 2 Seiten.
Das Einfahrtsignal, undat., 1 Seite.
Mappe 5: Exposé: Heinrich Pestalozzi, Typoskript, 1950, 40 S. und 11 S.
Mappe 6: Kulturpolitisches. Hilfswerk für Emigrantenkinder, Schreiben an das Komitee, 1939. Kultur und Volk, Korrespondenz und Drucksachen, 1941-1946. Das Lied vom Reichtum und der Not, erstmals aufgeführt von der Singgruppe NTV Zürich anlässlich der LLL-Feier der KPZ, 22.1.1940,Typoskript, 21 Seiten. Volksbühne, Historisches (1990).
Mappe 7: Fastnachtszeitungen, Satirisches, ca. 1920-1924.
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