Struktur


Aktenserien

Identifikation

Signatur : Ar 170

Entstehungszeitraum / Laufzeit : 1808-1942

Verzeichnungsstufe : Bestand

Umfang : 1.0 m


Kontext

Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben

Herman Greulich wurde am 9. November 1842 in Breslau als Sohn eines Kutschers und eines Kindermädchens geboren. Nach dem Besuch der Armenschule absolvierte er zwischen 1857 und 1862 eine Ausbildung zum Buchbinder und liess sich 1865 nach dreijähriger Wanderschaft in Zürich nieder. Hier wurde er Mitglied des deutschen Arbeiterbildungsvereins Eintracht, nachdem er sich noch in Deutschland der liberalen Arbeiterbewegung von Hermann Schulze-Delitzsch angeschlossen hatte. Neben der Lehre Charles Fouriers, in die ihn Karl Bürkli einführte, beeinflusste ihn Friedrich Albert Lange. Greulich las aber auch Schriften von Ferdinand Lassalle, Karl Marx und Friedrich Engels. Nachhaltig prägte die Demokrat. Bewegung sein politisches Verständnis. 1867 trat Greulich der Internationalen Arbeiter-Assoziation (IAA) bei, war Mitbegründer der Zürcher Sektion und nahm an zwei Kongressen der IAA teil. Er gründete Gewerkschaften und eine erste sozialdemokratische Partei (1870), die indes keinen Bestand hatten. 1867 verheiratete sich Herman Greulich mit Johanna Kauffmann. Beruflich war er erst als Buchbinder, dann als Gehilfe in einem Fotografieatelier tätig. Nach Anstellungen als Redaktor der Tagwacht (1869-1880) und als Kaffeeröster beim Konsumverein (1880-1884) arbeitete er ab 1885 als Leiter des Statistischen Büros des Kantons Zürich. 1887 trat Herman Greulich die Stelle als erster vollamtlicher Arbeitersekretär der Schweiz an und verblieb in diesem Amt bis zu seinem Tod im Jahr 1925. Erst relativ spät gelangte Herman Greulich als Vertreter der SP in politische Ämter: Von 1892 bis 1925 sass er im Grossen Stadtrat Zürichs, 1890-1893, 1896-1899 und 1901-1925 im Kantonsrat, 1902-1905 und 1908-1925 im Nationalrat. In allen Räten setzte er sich besonders für sozialpolitische Belange und für das Frauenstimmrecht ein. Gegenüber der sich nach 1900 radikalisierenden Arbeiterbewegung war Greulich kritisch eingestellt. Die Taktik des Generalstreiks lehnte er wie die im 1. Weltkrieg entstehenden linken Strömungen und später die Kommunisten ab, verteidigte aber den Landesstreik von 1918. In der II. Internationale, an deren Kongressen er wiederholt teilnahm, zählte er zu den herausragenden Persönlichkeiten. Herman Greulich blieb zeitlebens einem politischen Pragmatismus verpflichtet. Sein Anliegen war die Verbesserung der Lage der Arbeiterschaft mit den politischen Mitteln, die der schweizerische Bundesstaat mit seiner republikanischen Verfassung und insbesondere mit den direktdemokratischen Beteiligungsmöglichkeiten bot. Sein lebenslanger und insgesamt auch erfolgreicher Einsatz für eine gerechtere Gesellschaftsordnung machte den als "Papa Greulich" Verehrten zum Wegbereiter der schweizerischen Arbeiterbewegung und zu einer ihrer bedeutendsten Persönlichkeiten.

Übernahmemodalitäten

Der schriftliche Nachlass von Herman Greulich wurde dem Schweizerischen Sozialarchiv im Oktober 2010 von Herman Schmidt, alt Bundesrichter, Aarau, übergeben. Der Kernbestand stammt aus dem Besitz von Gerold Meyer (1900-1990), der mit Helene vanHasz, einer Enkelin von Herman Greulich, verheiratet war und 1942 die Greulich-Ausstellung im Volkshaus Zürich organisiert hatte. Für diese Ausstellung verwendete Gerold Meyer in erster Linie persönliche Korrespondenzen und Familienstücke, die nach Greulichs Tod in Familienbesitz verblieben waren. Die für die Ausstellung zusammengetragenen Dokumente wurden zunächst im Reihenhaus der Eheleute Meyer-vanHasz in der Werkbundsiedlung Neubühl in Wollishofen aufbewahrt. 1960 zog das kinderlose Ehepaar Meyer-vanHasz nach Brione s. Minusio um. Viele Ausstellungsreste gelangten damals in Estrichräume der von Helene (Leni) Meyer-vanHasz erworbenen Liegenschaft. Seither galt der Nachlass Herman Greulichs als verschollen. Die noch vorhandenen Dokumente wurden von Herman Schmidt sichergestellt, zusammengeführt, geordnet und verzeichnet. Von einigen Dokumenten existieren heute nur noch von Leni Meyer-vanHasz angefertigte Abschriften. Diese Abschriften wurden oft auf billigstem Papier, mit abgenütztem Farbband oder auf Carbonpapier gefertigt. Sie sind auch nicht immer vollständig und teilweise sprachlich „verbessert“. Die Abschriften sind den entsprechenden Dossiers und Dokumenten beigelegt (gemäss Nummerierung von Herman Schmidt).

zum AnfangInhalt und innere Ordnung

Form und Inhalt

Verschollen geglaubter Nachlass von Herman Greulich mit umfangreichen Unterlagen zu Herkunft, Beruf und Familie. Gut repräsentiert sind auch die politischen und gewerkschaftlichen Aktivitäten sowie die Organisationen der schweizerischen und internationalen Arbeiterbewegung, in denen Greulich eine aktive Rolle spielte. Spezielle Hervorhebung verdient der wertvolle, bis in die 1860er Jahre zurückreichende Fotobestand.

Bewertung und Kassation

Es wurden keine Kassationen vorgenommen. Das umfangreiche Bildmaterial wurde der Abteilung Bild+Ton des Schweizerischen Sozialarchivs übergeben und ist in Bearbeitung.

Neuzugänge

Neuzugänge werden nicht erwartet

zum AnfangZugangs- und Benutzungsbedingungen

Zugangsbestimmungen

Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.

Sprache/Schrift

Unterlagen in deutscher Sprache

zum AnfangSachverwandte Unterlagen

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Teilnachlass im IISG in Amsterdam: Korrespondenz u.a. mit: Friedrich Adler (1924), Pavel Akselrod (1908-1925), August Bebel (1910-1911), Georges Claraz (1893-1925), Fedor Dan (1925); Manuskript der Rede „Gewerkschaft und Syndikalismus“, undat.; Umfang: 0.02 m
Teilnachlass beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) in Bern: Das Büro beim Arbeitersekretariat gab Herman Greulich wenige Monate vor seinem Tod auf. Die Akten wurden von Greulichs letztem Mitarbeiter, Emil Leuenberger, zum SGB in Bern gezügelt. Möglicherweise gelangten nach dem Tod Greulichs auch noch weitere Akten aus dessen Wohnung an der Klusstrasse 28 zum SGB.

Veröffentlichungen

Eduard Weckerle: Herman Greulich. Ein Sohn des Volkes, Zürich 1947; Signatur: SOZARCH 17164

Markus Bürgi: Artikel „Herman Greulich“, in: Historisches Lexikon der Schweiz, Bd. 5, Basel 2006 (www.hls.ch).

Werner Kuhn: Die Bedeutung Charles Fouriers für die Gedankenwelt Herman Greulichs. Ein Beitrag zur Schweizergeschichte des 19. Jahrhunderts, Zürich 1949; Signatur: SOZARCH 16616

zum AnfangVerzeichnungskontrolle

Informationen des Bearbeiters

Ordnung und Verzeichnung sind im Wesentlichen das Werk von Herman Schmidt. Der Bestand wurde im Herbst 2010 von I. Rüttimann neu verpackt. Einige strukturelle Änderungen in der Anordnung von Dokumenten und Dossiers wurden von I. Rüttimann und U. Kälin vorgenommen.


Aktenserien

zum Anfang

Biographisches

zum Anfang     Schule, Familie
Ar 170.10.1Eltern 1809-1834
Enthält unter anderem Taufbuchauszug der Mutter (17.1.1834), Dienstzeugnis der Mutter (14.10.1838) und Dokument zur Dienstbefreiung des Vaters J.G. Greulich (21.10.1828)
[Schmidt: 1.2-1.9]
Ar 170.10.2Briefe von Verwandten der Mutter 1858-1866
Enthält fünf Briefe von Verwandten (Ehrenfried Müller, C. Müller, Wilhelm Müller) an die Mutter aus dem Zeitraum von 1858-1866
[Schmidt: 1.10-1.14]
Ar 170.10.3Archiv-Notizen u.ä. zu Vorfahren (?) der väterlichen Familie und Stammbaum
Enthält Archivnotizen aus dem Staatsarchiv Zürich zur Familie
[Schmidt: 1.20-1.23/1.1]
Ar 170.10.4Schule 1849-1856
Abgangszeugnis 7.5.1849 und Monatszeugnisse 1849-1856 (Abschrift)
[Schmidt: 2.6-2.7]
Ar 170.10.5Lehrzeit 1856-1862
Enthält Memento - Büchlein der Erinnerung (1858), „Gesellenstück“ (1862, Abschrift von Leni Meyer-vanHasz) und eine Fotokopie des Ausmusterungsscheins (10.3.1862)
[Schmidt: 2.11/2.13-14]
Ar 170.10.6Dokumente betr. Heirat von 1867
Werbebrief an Johanna Kaufmann (5.2.1866), für die Hochzeit erforderliche Dokumente der Brautleute, Heiratsbewilligung des Vaters der Braut (22.7.1867) und Beschluss des Bezirksgerichts Zürich vom 6.11.1867
[Schmidt: 9]
Ar 170.10.7Dokumente betr. Erwerbstätigkeit, Wohnung, Haushalt und Familie 1865-1925
Enthält u.a.: Arbeitszeugnis des Fotografen Franz von Karst für H.G. (17.5.1869), Geburtsschein für die Tochter Margarete (6.12.1867), von H.G. übernommenes Buchbinderinventar (1876), Dokumente zur Tätigkeit als selbständiger Buchbinder sowie zu Mitgliedschaften in Vereinen, diverse Briefe an unterschiedliche Adressaten und Familie (u.a.: L. Forrer, H. Hasler-Brunner, R. Hartung, W. Odermatt, O. Kappeler), Wahlurkunden Kanzlist (12.1.1884) und Chef des Büros für Statistik (24.12.1884)
[Schmidt: 10; Detailverzeichnis liegt bei]
Ar 170.10.8Dokumente betr. Einbürgerung von 1877
Enthält u.a.: Bürgerrechtsurkunde des Gemeinderats Hirslanden (9.9.1877); Landrechtsurkunde des Regierungsrats (29.9.1877)
[Schmidt: 11]
Ar 170.10.9Dokumente zur Vermögenslage 1868-1925
Enthält u.a.: Steuerscheine der Gemeinde Hottingen (1868), Zusammenstellungen für Steuererklärungen (1919, 1920), diverse Briefe von Greulich betr. Bürgschaften (Wegmann, A. von Planta, K. Bürkli), Zahlungsbefehl des Betreibungsamtes Zürich V (7.6.1901) und Schenkungsurkunde (Schenkung durch Karl Bürkli, 19.2.1901).
[Schmidt: 12; Detailverzeichnis liegt bei]
Ar 170.30.5Unterlagen Familie Heinrich F. Kaufmann
1 Mappe, darin u.a.:
- Schulgeld- und Mietzinsquittungen, 1860-1863 (F. Beust, Manz, Kölliker)
- Brief des Arbeiterbildungsvereins Eintracht an Heinrich F. Kaufmann vom 19.10.1861 [Ernennung zum Ehrenmitglied]
- diverse Briefe von Julie und Johanna Kaufmann (teilweise in Arends-Stenografie), ca. 1863-1867
- Plan zu der von der schweizerischen Auswanderungs-Gesellschaft neu zu gründenden Stadt Helvetia in den vereinigten Staaten Nordamerika's, undat.
- H.F. Kaufmann: Zum Sechseläuten. Festgaben für Kinder über 1000 Wochen und Schwaben über 2000. Spott- und Spassvögel mit goldenen Schwänzen, Zürich 1875
- Prospectus Gesellschafts-Plan zum "Friedensbund". Personen-, Stamm- und Heimats-Versicherung für Arm und Reich auf Legen und Tod mit wachsendem Erbrecht für Renten und Kapitale, Manuskript, undat.
- Todesanzeige für Frau Julie Kaufmann geb. Nachtsheim, 14.01.1894
- Unterlagen betr. Marie Amalia Kaufmann (1852-1936); darin u.a.: Kindergartenfoto; Entwurf von H. Greulich für Einbürgerungsgesuch 1902/1903; Briefe von Familienangehörigen an M.A. Kaufmann, 1905; "Dem Tantli", Abdankungsrede und Lebenslauf von Gerold u. Leni Meyer-van Hasz, 1936
[Schmidt: 5; Detailverzeichnis liegt bei; diverse Briefe und Dokumente liegen in Transkription vor]
zum Anfang     Ehrungen, Erinnerungen
Ar 170.25.2Dokumente zum 70. Geburtstag von Herman Greulich (1912)
[Schmidt: 24.1-24.7]
Ar 170.25.3Reaktionen, Kritik, Ehrungen, Lob und Angriffe 1914-1923
[Schmidt: 24.8-24.14b]
Ar 170.25.4Dokumente zum 80. Geburtstag von Herman Greulich (1922)
[Schmidt: 24.15-24.29]
Ar 170.25.5Dokumente zum Tod von Herman Greulich (1925)
[Schmidt: 24.30-24.38]
Ar 170.25.6Nachrufe 1925-1926
[Schmidt: 24.40-24.48]
Ar 170.25.7Erinnerungen von Zeitgenossen 1928-1942
Enthält Dokumente zu Geburtstagen (70 und 80 Jahre) 1914-1923, zum Tod Herman Greulichs am 8.11.1925 mit Nachrufen 1925-1926 sowie Erinnerungen von Zeitgenossen 1928-1942 und zwischen 1930 und 1942 erschienenen Artikeln biographischer Art
[Schmidt: 24.50-24.63]
zum Anfang     Manuskripte, Notizen
Ar 170.10.10Gedichte, Lieder und Erinnerungen 1851-1856, 1861-1924
Enthält u.a.; „Dem Andenken an den Vater“ (handschriftl., 1861), Lieder und Gedichte von Herman Greulich aus den Jahren 1851-1856, 1861-1862, 1862-1924
[Schmidt: 2.1-5/2.15-20/20.40-49]
Ar 170.10.11Gedichte, Lieder und handschriftlichte Texte von Herman Greulich 1862-1865 (Wanderschaft)
[Einzelne Texte wurden in der Reutlinger Zeitung abgedruckt]
[Schmidt: 5.1-5.14]
Ar 170.10.12Vorträge, Reden, Notizen 1902-1925
Enthält: diverse handschriftliche Notizen zu Vorträgen und Reden, u.a. zu Themen wie “Arbeiter und Bauer” (1906), “Russische Revolution” (undat., 1917?) oder “Zweck und Ziel der Sozialdemokratie” (1917)
[Schmidt: 20.1-20.29/20.30-20.38; Detailverzeichnis liegt bei]
Ar 170.10.13Lebenserinnerungen von Herman Greulich 1911-1925
Enthält:
- Aus meinen Wanderjahren, abgedruckt in: Volksrecht, 18.11.1911 (auch abgedruckt im Arbeiter-Taschenkalender für 1912)
- Eine Erinnerung aus jungen Jahren, Kopie von Leni Meyer-vanHasz aus: Vorkämpferin, 1.5.1914
Der Grossätti erzählt (Kopie), verfasst für die Festschrift (Kongress-Illustrierte) des Kongresses der 2. Internationalen von Ende August 1914, der infolge des Kriegsausbruchs dann nicht mehr stattfand
[Schmidt: 20.50-52]
Ar 170.10.14Manuskripte und Artikel ca. 1879-1923
Enthält:
- Welche Massnahmen hat die sozialistische Partei durchzuführen, wenn sie in nächster Zukunft einen massgebenden Einfluss auf die Gesetzgebung erringen sollte? 24 S., Kopie (undat.), Original in Dok. 13.9 [Ar 170.30.6]
- Über die Erweiterung der öffentlichen Krankenpflege, 16 S., Kopie (undat.), Original in Dok. 13.9 [Ar 170.30.6]
- Welchen Einfluss übt die wirthschaftliche Konkurrenz auf die Moral u. die Gesundheit des Volkes? 22 S. Kopie (undat.), Original in Dok. 13.9 [Ar 170.30.6]
- Liberalismus und Sozialdemokratie, abgedruckt in: Volksrecht 5.1.1923 u. 6.1.1923
- Als Vorwort: Ein Rückblick, Maschinenschrift, Einführung zu einer Schrift über Löhne und Arbeitslosenunterstützung, undat. (um 1923)
- Unser Sozialismus. Ein Bahnbrecher für Gerechtigkeit und Liebe, Abschrift von Leni Meyer-vanHasz, geschrieben für eine vom Zentralkomitee des Grütlivereins herausgegebene Schrift
- Die Stufen der wirtschaftlichen Entwicklung, Abschrift von Leni Meyer-vanHasz (aus einem nicht erhaltenen schwarzen Notizbuch, 7 Seiten, undat.
- Herman Greulich: Sätze aus Vorträgen und Kursen, Abschrift von Leni Meyer-vanHasz (aus z.T. nicht erhaltenen Unterlagen, mit Jahrzahlen)
[Schmidt: 20.60-20.66, 23.2]
Ar 170.30.6Geschäftsbuch im Folio-Format mit handschriftlichen Aufzeichnungen von Herman Greulich
Darin:
- Welche Massregeln hat die sozialistische Partei durchzuführen, wenn sie in nächster Zukunft einen massgebenden Einfluss auf die Gesetzgebung gewinnen sollte? Kopiertinte, 24 S.
- Ueber die Erweiterung der öffentlichen Krankenpflege, Bleistift, 16 S.
- Welchen Einfluss übt die wirthschaftliche Konkurrenz auf die Moral und Gesundheit des Volkes? Bleistift, 22 S.
- [eingelegt in der Buchmitte ]Blätter mit handschriftlichen Zitaten (u.a. aus: Kolb, Handbuch der Statistik; Louis Blanc, Organisation du travail) und statistischen Auszügen, 3 doppelt beschriebene Seiten im Oktav-Format
[Schmidt: Dok. 13.9]
Ar 170.10.15Kalender, Notizbücher, Schreibhefte, Brieftaschen 1862-1859
Darin:
- Grünes Wandernotizbuch, ca. 1862-1866, darin: Widmungen und Gedichte von Freundinnen und Freunden in Breslau, Zirkulationslisten für Turnerzeitung (Reutlingen), Wehrzeitung und Gartenlaube ( 27-31), Glaubensbekenntnis der Templer (22-25), Abschriften von (teilweise eigenen) Gedichten, wie "Aus Nacht durch Kampf zum Licht" (13), "Freundlich lacht der liebe Tag" (33), "Umringt dich Leid und Schmerz" (44f), "Was ich im Wald gesehen" (47f), "Als des Sommers Seeligkeit" (49-51), "Lasst die frischen Thöne" (51f.), Prolog (52-56), letztes Gedicht verfasst im „Krankenhaus Reutlingen in der Nacht vom 24./25.August 1865“(62ff); Verzeichnis erhaltener Briefe, 1862-1866 (75-77).
- Blaues Oktavheft, 1864-1865, mit Abrechnungen und Stenoübungen
- Rotbraune Brieftasche, 1868, mit eingeklebtem Portrait-Stich. Enthält u.a.: Abschiedsgedicht (Bleistiftabschrift), vier Glückwunsch-Bildchen der Mutter und der Familie Merlin, rosa Festbändel des Schwäbischen Turnfests in Reutlingen 1861, Quittung Konsumverein Zürich vom 2.5.1868 für 2'000.- Capital, einbezahlt vom Deutschen Arbeiterverein
- Notizbuch „H. Greulich“, 1876. Darin: Visitenkarten (Herman Greulich; Karl Seidel, Spengler), Adressen, Abrechnungen, Protokolle
- Braunledernes Notizbuch, 1875?, darin u.a.: Oeffentliche Buchbinderversammlung Sonntag den 18. Januar im Gasthaus zum goldenen Stern Tonhallengleich. Jedermann hat freien Zutritt.“ (2); Mit Malthus können wir uns nicht befreunden ... (); Die Frau .. (Gleichstellung, DS.13); Ein Advokat von Guggenbühl erwähnt Vorgänge von 1875 (DS 16); Notizen über das Proletariat und die politischen Grundsätze der Revolution (1789-1871, 22f); Abschiedsgruss an Parteigenossen, Grund und Boden und genossenschaftliche Arbeit (25); Fingiertes Geschäft bei der Unfallversicherung (26); Die Spitze des Sozialismus ist Kommunismus, und die Spitze des Kommunismus ist die Despotie (Notizen über Argumentation gegen die Sozialdemokratie, 26-35); Brief an Dr. F. Locher, Fluntern (Der Zentralausschuss der vereinigten Gewerkschaften und Arbeitervereine habe eine öffentliche Versammlung beschlossen, an der über Angriffe der "Zürcher Nachrichten" gegen Sozialdemokraten gesprochen werden solle (37f); Bebel wöchentlich Tagw. schicken, an Hiller Bebel, Frau und Sozialismus (47); Versammlung über Sonntagsheiligung (50ff); Handnotizen von einer Versammlung, an der Herman Greulich als erster Schriftführer amtete (Resolution gegen das Vorgehen des Bundesrates i.S. Asylrecht, 63f)
- Braunledernes Notizbuch, 1882-1884, darin: Bienenzüchterkurs 23.-30.4.1882 (1-30); Kant. Gemeinnützige Gesellschaft 11.10.1882 (31f); Finanzen Tagwacht 1881 (34); Notiz NZZ 23.4.1883 (35); Landwirschaftlicher Verein 12.8.(1883? 36f); Verein luzernischer Bienenzüchter (38f); Gewalt oder Entwicklung, Wahlen ... (43); Zeugnis Eidg. Statistisches Amt, Abschrift, 11.12.1883 (44); Brief von Herman Greulich an den Übersetzer einer „Battle Hymn“; Statistisches, Volkswirtschaftl. Gesellschaft 29.2.1884 (45f); Kommissionssitzung betr. landwirtschaftl. Kredit, 9.3.1884 (48-51); Landwirtschaft/Gemüsebau (51-53); Kommissionssitzung (54f); div. Ausgaben (55f)
- Arbeitertaschenkalender "Hermann Greulich, Zürich", 1904, herausgegeben vom Buchbinderfachverein mit "Fähnlein der sieben Aufrechten" (Kapelle Greulich), Textbeiträgen (48 S.), Terminen (auch USA-Reise), Einkünften und Ausgaben (23 S.), Notizen über die Behandlung des Schiffspersonals, "Ein Stück Stammbaum" (Deckel hinten: Mene Tekel, Gedicht von E. Geibel)
- Heft mit Lederrücken, herausgegeben von H. Zimmermann, Buchbinder, Zürich, darin: J*O, Drama, in Stenographie von Herman Greulich; Die Theorien der Anarchie, Manuskript, 53 Seiten, unvollständig, publiziert im Jahrbuch für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik, hrsg. von Ludwig Richter, Zürich, 1879, 1.Jg., S.1 ff.
- Kartonkassette mit Widmungszettelchen und Gratulationen der Musster, 1859ff
[Schmidt: 13; Detailverzeichnis liegt bei]

zum Anfang

Beruf, Politik

zum Anfang     Büro für Statistik
Ar 170.15.1Dokumente über Beschäftigung im Büro für Statistik 1882-[1905]
Enthält div. Dokumente, Notizen sowie Urkunden und Briefe bezüglich der Tätigkeit von Herman Greulich als Leiter des Statistischen Büros
[Schmidt: 16; Detailverzeichnis liegt bei]
zum Anfang     Gewerkschaften, Arbeiterbund
Ar 170.15.2Einzelne Gewerkschaften 1872-1923
- Statuten der Gewerkschaft der vereinigten Lederarbeiter des Bezirks Zürich, mit Statuten der Allgemeinen Kranken- und Invalidenkasse der Vereinigten Lederarbeiter des Bezirks , beide vom März 1872
- Mitgliederbuch für Herman Greulich, Buchbinder, mit Beitragsstempeln, November 1872-Juli 1873
- Statuten der Allgemeinen Kranken- und Invalidenkasse der Vereinigten Metallarbeiter des Bezirks Zürich, 1872
- Rede am 5. Internationalen Textilarbeiterkongress in Zürich vom 1.-6.6.1902, Abschrift Leni Meyer-vanHasz [vgl. Dokument 20.30, Ar 170.10.12]
- Abschrift von Leni Meyer vanHasz aus dem Protokoll der Delegiertenkonferenz der Lebens- und Genussmittelarbeiter vom 4.4.1904 in Luzern [Verbandsgründung, die Konferenz wurde von Herman Greulich präsidiert.]
- Der Verbandszusammenschluss der Lebens- und Genussmittelarbeiter, 1904, Abschrift von Leni Meyer vanHasz [Ansprache von Herman Greulich?]
- Beitrittsschreiben des Verbands der Gemeinde- und Staatsarbeiter in der Schweiz vom 12. März 1906 an das Bundeskomitee des SGB [unterzeichnet von Herman Greulich als Präsident], Kopie
- An die Arbeiter der Kantons und der Stadt Zürich. Flugblatt vom 20.7.1906 [mit Warnung vor falschen Aufrufen zu einem Generalstreik, signiert von Herman Greulich als Präsident des Zentralvorstands]
- Thesen Greulich zum Referat: Die Interessengemeinschaft der im öffentlichen Dienst Beschäftigten und der Arbeiter in Privatbetrieben, undat.
- Boykottaufruf der Arbeiter-Union und Müllergewerkschaft Zürich, undat.
- Einladung zur Allgemeinen Textilarbeiterversammlung STFV Sektion Schaffhausen, Kopie [mit Referat von Herman Greulich: "Kampf dem Rückschritt"]
- Einladung des Vorstands des Gewerkschaftskartells Uri zur öffentlichen Versammlung vom 25.11.1923 [mit Referat von Herman Greulich: "Die Revision des Fabrikgesetzes und deren Folgen"
[Schmidt: 17.1-17.8b]
Ar 170.15.3Alter Schweizerischer Arbeiterbund 1873-1879
- Einladungskarte des Schweizerischen Arbeiterbundes, undat.
- Programm und Statuten des Schweizerischen Arbeiterbundes, 1873
- Anträge zum VI. Kongress des Schweizerischen Arbeiterbundes von 31. Mai bis und mit 3. Juni 1879 in St.Gallen
[Schmidt: 17.9-17.11]
Ar 170.15.4Neuer Schweizerischer Arbeiterbund 1888-1916
Enthält u.a.:
- Brief vom 9.3.1888 an J. Bossard [betr. politische Neutralität des Arbeitersekretärs, geschrieben auf Papier des Schweizerischen Arbeitersekretariats]
- Rundbrief des Leitenden Ausschusses an den Bundesvorstand, 1888, 10 S. [betr. Arbeitsprogramm 1889]
- 3 Briefe von Dr. C. Decurtins: 1.1.1894 [betr. Wahl in die Kommission für die Kranken- u. Unfallversicherung und die Politik von BR Forrer], 25.4.1894 [betr. eine gegen Herman Greulich gerichtete Interpellation im Zusammenhang mit dessen Absicht, sich als Berichterstatter der Geschäftsprüfungskommission zu Arbeiten des Arbeitersekretariats zu äussern]; undat. [betr. Warnung an Prof. Beck wegen Widerstand in Fribourg]
- Enquête über die Stellungsnahme der Arbeiterschaft zur Bundesgesetzgebung betreffend die Kranken- und Unfallversicherung, undat.
- Brief vom 12.1.1905 an Peter Zai
- Brief vom 14.2.1905 an Peter Zai [betr. Gewerkschaftsorganisation im Aargau, von Brand in Kerns 1915 angekohlt]
- Mitteilung des Schweiz. Arbeitersekretariats "Einheitliche Verteilung von Nahrungsmitteln und Bedarfsgegenständen", undat.
- Wirkungen der 48-Stunden Woche nach den Berichten der Fabrikinspektoren 1920 und 1921, 2 S.
- Aus den Berichten der Fabrikinspektoren: Nichtbefolgung von Art.41, 4 S., undat. (1922?)
- Verschiedene Drucksachen des Schweizerischen Arbeitersekretariats: Briefbögen, Postkarten, Kuverts
[Schmidt: 17.12-17.19c]
Ar 170.15.5Schweiz. Gewerkschaftsbund 1899-1925 (1942)
Enthält u.a.:
- Statuten des Allgem. Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, 1899 [am 2.8.1899 durchberatener Entwurf des Arbeitersekretärs]
- Brief an Calame vom 13.7.1903 (Fotokopie negativ)
- Brief an das Bundeskomite des SGB vom 9.1.06 [betr. Lohnbewegungen in Zürich und Taktik der Arbeiterunion], Kopie
- Brief an Karl Dürr vom 8.8.1917, Kopie
Entwurf des SGB zu einem Abkommen mit der SPS und der Soz. Jugend der Schweiz, Vervielfältigung mit handschriftlichen Anmerkungen, 1917
- Brief an Karl Dürr vom 10.5.1918, Kopie
- Rundschreiben des Arbeitersekretariats an die Zentralvorstände und Ausschussmitglieder des SGB betr. Betriebsrätefrage, 1919
- Briefe an Karl Dürr: 28.8.1921, 7.1.1924 (Fotokopie negativ), 19.2.1924, 24.10.1924, 4.2.1925 [betr. Auflösung des Sekretariats], 4.3.1925, 4.9.1925
- Abschriften weiterer, 1942 noch erhaltener Briefe von Herman Greulich an den SGB
[Schmidt: 17.20-17.36]
zum Anfang     SPS, Arbeiterbildung, Diverses
Ar 170.15.6Internationale Vereinigung für gesetzlichen Arbeiterschutz und BIT 1897-1925
Enthält u.a.: Korrespondenz (Stephan Bauer, Albert Thomas), Fotodokumente, Text der Ansprache vom 2.10.1924 in Prag
[Schmidt: 17.37-17.49]
Ar 170.15.7Sozialdemokratische Partei 1885-1922
Enthält u.a.:
- Brief der SP Winterthur vom 11.1.1885 [betr. öffentl. Vortrag am 1.2.1885]
- Brief G. Siegrist namens der SP Sektion Neumünster vom 13.8.1985 [betr. Referat über Arbeitsstatistik]
- Zirkular der Geschäftsleitung der SPS vom 12.9.1908 mit Statutenentwurf
- Statutenentwurf der SPS vom November 1908 [ mit handschriftlichen Korrekturen von Herman Greulich]
- Einladung zur obligatorischen Mitgliederversammlung der SP Zürich V vom 16.4.1910 [Referat Herman Greulich: "Einiges aus dem Nationalrat"]
- Thesen zur Bildungsfrage verfasst von H. Greulich, Parteitag der SPS in Neuenburg vom 8./11.11.1908
- Einladung zur öffentlichen Versammlung der SP Engstringen-Weiningen vom 30.7.1922 [mit Referat "Der Kampf gegen die Reaktion"]
[Schmidt: 17.50-17.56]
Ar 170.15.8Arbeiterbildung 1895-1923
Enthält u.a.:
- Sozialpolitischer Club Zürich: Aufruf zu einer ersten Veranstaltung, 1.2.1895
- Mitteilung "Bildungsarbeit" des Schweiz. Arbeiter-Bildungausschusses, 7.2.1913 [von H.Greulich als Mitglied des 3-er Vorstands mitunterzeichnet]
- Schweiz. Arbeiterbildungsausschuss: "Anregungen und Vorlagen", April 1913
- Schweiz. Arbeiterbildungs-Ausschuss: Bericht u. Mitteilung, 7.8.1913
- Schweiz. Arbeiterbildungs-Ausschuss: Bildungsarbeit 1915/16, August 1915
- Schweiz. Arbeiter-Bildungs-Ausschuss: "Sozialistische Bildungsarbeit", Jg.1, Nr.1, März 1919
- Postkarte H. Accola, Chur, kant. Bildungsausschuss, 28.5.1923 [betr. Vorträge in Graubünden]
[Schmidt: 17.60-17.66]
Ar 170.15.16Zürcher Politik
Enthält u.a.:
- Brief von H. Hirzel mit Inseratentwurf „Ein freimüthiges Wort“, 1869
- Flugblatt „Zur Beachtung für die Arbeitslosen in Zürich und Umgebung“, 1872, Kopie
- Notiz von Herman Greulich betr. Preisfrage der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft
- Programm einer Demonstration gegen die Todesstrafe vom in Zürich, 11.5.1879, Kopie
- Resolution der Volksversammlung auf dem Kasernenplatz in Zürich gegen die Todesstrafe, 11.5.1879, Kopie
- „Freie Stimme vom Uto“,11.5.1880, S.2/3: Corr. aus Hirslanden [über erfolglose Kandidatur von Herman Greulich für das Wahlbüro in Hirslanden]
- „Zürcher Volksblatt“,11.5.1880, S.2/3: Kantonales – Agitationsblüthen [über dieselben Wahlen]
- Inserat: Anonymer Wahlvorschlag für Herman Greulich als Mitglied des Kantonsrats im Wahlkreis Neumünster, Juli 1885 [Greulich war damals Chef des kant. statistischen Bureaus]
- Vorlage der Direktion des Innern zum Gesetz über das Gewerbewesen, 2.9.1896 [mit handschriftlichen Anmerkungen von Herman Greulich]
- Unterlagen zur Affaire Bühler [Bühler war Chef des städtischen Centralkontrollbureaus], 1901-1903: parlamentarische und gerichtliche Akten
- „Volksrecht“, 31.10.04: Titelseite “Eine sozialdemokratische Eröffnungsrede [anlässlich der Übernahme des Ratspräsidiums im Grossen Stadtrat Zürich]
- Das Streikpostenverbot, 1906 [enthält die von Herman Greulich am 10.9.1906 im Kantonsrat gehaltene Rede]
- Motion Greulich und Konsorten vom 5.2.1912 über die Versicherung auf Krankenpflege
- Handschriftliche Notizen zu einer Rede im Kantonsrat betr. Linderung der Wohnungsnot, 1917 [Gegenstand eines Gesuchs von Stadt und Kanton, das zu einer Vorlage im Eidg. Parlament führte]
- Diverse handschriftliche Notizen betr. Sitzungen des Kantonsrates
[Schmidt: 14.1-14.40; Detailverzeichnis liegt bei]
Ar 170.15.17Diverse Dokumente
Enthält unter anderem Gruss aus Zürich für Paul Axelrod (August 1925) mit Darstellung seiner Mitwirkung an der 1. und 2. Internationalen, Postkarte von „Det sociale Sekretariat & Bibliothek“ Kopenhagen (1912) mit Anfrage betr. Generalstreik, Liste von Jahreszahlen (1858-1916) mit Namen von international bekannten sozialistischen Politikern, Ereignissen und Autoren, Reisepass der Zürcher Regierung für Italien (14.5.1915), Aufruf für Friedensdemonstration vom 3.10.1915 mit handschriftl. Notizen von Herman Greulich und Fotokopie „Die schweizerische Partei und die proletarische Internationale“ (15.10.1915) an die Geschäftsleitung der SPS, Statuten der Sozialdemokratischen Partei (31.3.1916) und weitere Dokumente
[Schmidt: 18.66-18.66b/22.1-22.3/22.30-22.35; Detailverzeichnis liegt bei]
Ar 170.15.18Tagwacht 1872-1906
Enthält u.a.: Vertrag zwischen dem Schweiz. Arbeiterbund und Herman Greulich bez. Redaktion der Tagwacht (1877), Taschenbuch Notiz über Finanzen der “Tagwacht”(1882-1884) und 3 Nummern der Tagwacht (Nr. 3-5)
[Schmidt: 15.1-15.5]
Ar 170.15.19USA-Reise 1904
Dokumente und Reiseandenken, Liste der Zeitungsberichte über Versammlungen mit Herman Greulich in den USA, Reisebriefe im „Volksrecht“
[Schmidt: 21.20-21.62]]
Ar 170.15.20Diverses Nationalrat 1899-1924
Interparlamentarische Union für int. Schiedsgerichte, Zivildienstmotion, Frauenstimmrecht, Wohnungsnot, Lex Häberlin, usw. auch Reden
[Schmidt: 19]
zum Anfang     Internationales
Ar 170.15.9Internationale Arbeiter-Assoziation 1866-1892
Enthält:
- Generalstatuten der Internationalen Arbeiter-Assoziation, 1866, Fotokopie
- Umschlag für "Erhaltene Briefe" der (1867 gegr.) Sektion Zürich
- Direkte Gesetzgebung durch das Volk, gedr. Referat und Antrag der Sektion Zürich, 1869
- Mitgliederausweis Nr. 1 der Sektion Zürich der Internationalen Arbeiter-Assoziation Nr.1 vom 3.2.1872 für Herman Greulich, mit Sektionsstatuten, 1872
- Mitgliederausweis Nr. 30 der Sektion Zürich der Internationalen Arbeiter-Assoziation für Johanna Greulich vom 3.2.1872
- Mitgliedkarten mit Beitragsquittungen für Herman Greulich, 1873-1879
- Mitgliedkarten mit Beitragsquittungen für Johnanna Greulich, 1874
- Historische Materialsammlung (H.Joneli) betreffend Teilnahme von Herman Greulich am Kongress von 1869 in Basel und an der Erinnerungsfeier der SP Basel vom 5.9.1909 im Kasernenhof Basel
- 3 Berichte aus "Der freie Räthier" vom 29., 30. und 31.12.1871 über: (a) eine von Herman Greulich präsidierte Arbeiter-Versammlung vom 23.12.1871 im alten Schützenhaus mit Referaten von Mina Puccinelli, angebl. spanische Kapitänin der Vengeurs de la mort unter Garibaldi, über die Tyrannei der Herrschenden und über die Befreiung der Frau; (b) eine zweite Veranstaltung vom 27.12.1871 im grossen Kasinosaal, wo die gleiche, von Herman Greulich als Landstreicherin entlarvte, Frau einen von lärmender Opposition verhinderten öffentlichen Vortrag halten wollte [vgl. Dok. 14.4 u. 14.4a, Ar 170.15.16]
- Brief von W. Liebknecht, Berlin, an Herman Greulich, 18.8.1892, Kopie
[Schmidt: 18.1-18.10a]
Ar 170.15.10Internationaler Sozialistenkongress 1893
Enthält:
- Für das freie Versammlungsrecht, gedruckter Aufruf des kantonalen Arbeiterkomitees, Vorstand des Verbandes der Grütli- und Arbeitervereine des Kantons Zürich)
[Schmidt: 18.11]
Ar 170.15.11Zweite Internationale 1904-1911
Enthält:
- "Het Volk", Ausgabe vom 21.8.1904, S. 1-3
- Fotos (2) vom Kongressfest mit Begleitbrief von H. van Kol
- Erinnerungsfeier an den Kongress der Internationalen von 1869 in Basel; Historische Materialsammlung (Staatsarchiv Basel) von H. Joneli
- Anregung von Herman Greulich an die Geschäftsleitungen der SPS und des SGB betr. Verteilung der für die russischen Revolutionäre gesammelten Gelder an verschiedene sozialistische Organisationen in Russland
- Rundschreiben Nr.18 des Internationalen Sozialistischen Bureaus und der Interparlamentarischen Kommission des I.S.B. in Brüssel an die Sekretäre der angeschlossenen Parteien betr. Kampagne zur Rehabilitierung der in Petersburg nach 1907 mit gefälschten Dokumenten verurteilten Parlamentsmitglieder der Arbeiterpartei vom 1.12.1911
[Schmidt: 18.12-18.18]
Ar 170.15.12Internationaler Sozialistenkongress Basel 1912
Enthält:
- Redner an der Friedens-Demonstration des Internationalen Sozialisten-Kongress Basel
- Couvert Internationaler Sozialisten-Kongress Basel 1912
- Eine zeitgenössische Erinnerung an Mussolini als eifriges Mitglied einer Kommission der italienischen und schweizerischen Delegierten am Friedenskongress der Sozialistischen Internationale von 1912, welche italienische Bestrebungen auf Anschluss des Tessin als Stimmungsmache verurteilte (aus "Volksrecht"?), 1935
- Rundschreiben Nr.19 des Internationalen Sozialistischen Bureau in Brüssel vom 28.8.1912 betr. Vorschlag der holländischen Delegation, den nächsten Kongress [in Wien] erst 1914 durchzuführen [mit Zustellcouvert und Beilagezettel über Aktenverkehr]
[Schmidt: 18.19-18.22]
Ar 170.15.13Vorbereitung des X. Internationalen Sozialisten-Kongresses in Wien (1914) und einer bei diesem Anlass geplanten Reise von Herman Greulich nach Triest [infolge Kriegsausbruch nicht realisiert]
Enthält:
-3 Briefe von Robert Danneberg: 28.4.1914 [betr. Festschriftenbeitrag], 8.5.1914 [mit Couvert], 7.7.1914 [mit Couvert]
- Brief des Internat. Sozialistischen Bureaus (C. Huysmans) vom 9.6.1914
- 2 Briefe von Friedrich Adler: 9.7.1914 [mit Couvert], 11.7.1914 [mit Couvert]
- Kongress-Illustrierte (Festschrift) mit Beitrag von Herman Greulich: Der Grossätti erzählt, S. 5f [vgl. Dok. 20.51, Ar 170.10.13]
- Aufforderung des Internat. Sozialistischen Bureaus (C. Huysmans) vom 9.7.1914 um Meinungsäusserung zu einem in Carbon-Abschrift beiliegenden Brief des Bureaumitglieds Sakasoff vom 14.6.1914 betr. Differenzen in der Bulgarischen Partei
- Eingeschriebene Karte von Dr. Viktor Adler aus Wien an Herman Greulich betr. Verhaftung von Ulianow (Lenin) und ev. Notwendigkeit seiner Intervention, 21.8.1914
- Lenin als "russischer Spion und als deutscher Agent": Wiener Arbeiter-Zeitung, Sonntags-Nummer vom 20.4.1924, S.4/5 mit Wiedergabe der verschiedenen Briefe und Telegramme im Zusammenhang dessen Verhaftung [in Couvert von Friedrich Adler aus Wien, 12.9.1924]
- Krieg und Internationale, Zürich, März 1915, 24 S. [Darstellung der Geschichte der 1. und 2. Internationalen]
- Die schweizerische Partei und die proletarische Internationale, Vorlage von Herman Greulich zu Handen der Geschäftsleitung der SPS, 15.10.1915 [Fotokopie]
[Schmidt: 18.23-18.30b]
Ar 170.15.14/1Amerikanischer Kriegshilfsfonds 1915
Enthält:
- Kassabüchlein von Herman Greulich
- Quittungen: Rakowski (Fr. 1'000.- für Serbien); Friedrich Bartels, Berlin, 13.4.1915 (Fr. 3'000.- für SPD); Pawel Axelrod, Zürich, 23.4.1915 (Fr. 1'000.- für Sozialdemokratische Partei Russlands); Walecki, 15.7.1915 (Fr. 1'000.- für Russisch-Polen); Walecki, 14.8.1915 (Fr. 1'000.- für Region Warschau); Rakowski, 15.2.1916 (Fr. 2'000.- für Bulgarien); N. Lenin, 21.2.1916 (Fr. 1'000.- für Russland - Bolschewiki); Walecki, 26.4.1916 (Fr. 123.60 für Polen)
- Briefe Parteivorstand SPD, 29.3.1915 (Müller), 14.4.1915 (Bartels)
- Brief A.Warski, 5.7.1915, an Fen. Walecki (betr. Sozialdemokratie in Polen und Litauen)
- Brief des Auslandkomitees des Bund, 12.7.1915, Genf
- Brief F. Katzlerowitsch, 5.5.1916, Bern [mit Empfangsschein Postanweisung, 16.5.1916 (Fr. 1'000.- für Serbien)]
- Abrechnung von Herman Greulich vom 10.8.1916, revidiert durch den Kassier der SPS
[Schmidt: 18.31-18.46]
Ar 170.15.14/2Sozialistische Internationale 1916-1924
Enthält:
- Brief des Bureau Socialiste International, 29.4.1916, Haag
- Manifeste du Comité Exécutif aux Partis Affiliées zum 1. Mai 1916
- Brief Martin Andersen Nexö, 16.1.1921, Meersburg
- Brief des Amsterdamer Stadtrats F.M. Wibaut, 25.3.1922, Bern
- Glückwunschkarte von Prof. G. Sacerdote [Avanti, Milano], 10.4.1922
- Grüsse F. und D. Ben-Gurion, 29.7.1923, Jerusalem
- Brief des Sekretariats der Soz. Arbeiter-Internationale (Friedrich Adler), 4.9.1924, London
[Schmidt: 18.47-18.53]
Ar 170.15.15Bodensee-Internationale 1925
Enthält:
- Internationale sozialistische Arbeiter-Kundgebung vom 30.8.1925 in Friedrichshafen: Plakat
- Brief J. Braun, 13.8.1925, Friedrichshafen
- Dankesbrief J. Braun [für die von Herman Greulich gehaltene Rede], 1.9.1925
- Foto von Herman Greulich und dem 2. Redner (NR Leutzer aus Wien), Kopie [vgl. Dok. 25.18]
- Widmung der SP Friedrichshafen (J. Braun)
- Unterhaltungsbeilage des SPD-Pressedienstes Berlin, 11.9.1925 [mit Begleitbrief von Dr. Franz Blum an Herman Greulich]
[Schmidt: 18.67-18.73]

zum Anfang

Korrespondenz

Ar 170.20.1Briefe während Lehrzeit 1856-1862
Enthält 4 Briefe aus Breslau, unter anderem an die Mutter (12.7.1856/7.9.1856) und einen Brief an den Lehrmeister Fietkau (1.6.1858)
[Schmidt: 2.8-2.10; 2.12]
Ar 170.20.2Originalbriefe an die Eltern auf der Wanderschaft 1862-1865 u. aus Zürich 1865-1866
Enthält 11 Briefe an die Eltern aus Habelschwert (16.9.1862-25.3.1863), 4 Briefe aus Wien, Linz und Innsbruck (4.4.1863- 7.6.1863), 23 Briefe aus Reutlingen (25.6.1863-8.10.1865) und 6 Briefe an die Eltern aus Zürich (22.10.1865-1.5.1866)
[Schmidt: 4.1-4.15; 6.1-6.6]
Ar 170.20.3Briefe der Mutter an H.G. 1862-1866
Enthält 49 Briefe der Mutter an Herman Greulich (26.10.1862-Mai 1866), teilweise Abschriften
[Schmidt: 7.1-7.49]
Ar 170.20.4Briefe von Verwandten und Freunden 1862-1866
Enthält 29 Briefe von Freunden und Verwandten vornehmlich aus Breslau (Anna Merlin, Emilie Kemmler, Rudolph Kemmler, Mathild Zeller, Carl F. Bosch, Wilh. Bräuer u.a.) in der Zeit zwischen 1862 und 1866
[Schmidt: 8.1-8.29; Detailverzeichnis liegt bei]
Ar 170.20.5Korrespondenz Heinrich Scheu 1925
Enthält Briefwechsel mit Heinrich Scheu und Briefe betr. Heinrich Scheu (9 Briefe und eine Postkarte, u.a. von Friedrich Adler, Karl Dürr, Clara Scheu) und zwei Entwürfe für einen Artikel zum 80. Geburtstag von Heinrich Scheu
[Schmidt: 18.54-18.65]
Ar 170.20.6Briefe an die Familie aus den USA 1904
Enthält 15 Briefe (20.8.1904-2.10.1904) aus den USA an die Familie
[Schmidt: 21.1 - 21.15]
Ar 170.20.7Briefwechsel Affäre Nathan 1915-1916
Korrespondenz, u.a. von Giovanni Valär, Robert Grimm, Morgari, bezügl. Affäre Nathan; der Briefwechsel enthält weitere Dokumente in diesem Zusammenhang
[Schmidt: 22.4-22.28; Detailverzeichnis liegt bei]
Ar 170.20.8Diverse Korrespondenz 1919-1925
Enthält Briefwechsel mit Max Silberroth (2 Briefe mit Beilagen), Briefwechsel mit Josephine L. van Anrooy (enthält auch Fotoporträt), Brief von Herman Greulich an Marie Kaufmann (1.9.1925), Brief an Johannes Valär (2.6.1925), Korrespondenz betr. Kundgebung der Bodensee-Internationale (13.8.1925), Korrespondenz und Programm des geplanten Kurses “Zur Geschichte der Arbeiterbewegung” der Arbeiter-Union Oerlikon-Seebach (13.8.1925) und weitere Briefe (K. Dürr, Emilie Brütschi); Grossvaters letztes Wrt; Was Herman Greulich in seinem zweitletzten Lebensjahr (82jährig) leistete: entnommen den Notizen des Taschenkalenders 1924; diverse Dokumente
[Schmidt: 23.1-e/23.3-23.17; 23-19-23.20; Detailverzeichnis liegt bei]

zum Anfang

Sammelgut, Archiv, Bilder

Ar 170.25.1Von Herman Greulich gesammelte Exzerpte und Zitate über Religiöses 1842-1867
Enthält die im Zeitraum zwischen 1842 und 1867 gesammelte Literatur über Religiöses und eine Sammlung von Exzerpten und Zitaten
[Schmidt: 3]
Ar 170.30.1Ausstellung 1942
Konzept, Organisation, Rechnungen, Presse, Bilddokumente, Diverses (Dokumente zur Gedenkausstellung von 1942 im Volkshaus Zürich)
[Ein Fotoalbum und weitere Bilddokumente zur Ausstellung wurden der Abt. Bild+Ton abgegeben.]
Ar 170.30.2Private Erinnerungsstücke und Andenken
1 Mappe
[Schmidt: 10.40-10.58; Detailverzeichnis liegt bei]
Ar 170.30.3Von Herman Greulich gesammelte Zitate
1 Umschlag
Ar 170.30.4Nachlass Herman Greulich: Dokumente von Herman Schmidt
Listen der Dokumente, Erläuterungen; enthält auch Ausführungen von Herman Schmidt zu den Bilddokumenten (Fotos, Zeichnungen, Druckgrafik, etc.)
1 Mappe, enthält auch: Herman Schmidt: Herman Greulich - zu Person und Privatem, Aarau 2010
© Schweizerisches Sozialarchiv, Zürich  |  Impressum  |  allgemeine Informationen