Struktur


Aktenserien

Identifikation

Signatur : Ar 113

Entstehungszeitraum / Laufzeit : ca. 1860–1933

Verzeichnungsstufe : Bestand

Umfang : 1.0 m


Kontext

Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben

Geboren in Kirchberg (Sachsen) am 23.11.1850. Seidel absolvierte eine Tuchmacherlehre und war seit 1870 in der Schweiz als Tuchmachergeselle tätig, u.a. in Feldbach, Horgen, Männedorf und Zürich. Nach einer kaufmännischen Weiterbildung war er als Geschäftsführer der Buchdruckerei und Buchhandlung des Grütlivereins und der "Tagwacht" tätig. Besuch des Seminars in Küsnacht 1879-1881. Primarlehrerpatent 1881. Lehrer in Dietikon 1880–1882. Studium an der Universität Zürich 1882–1884 als Auskultant. Sekundarlehrer in Mollis GL 1884–1890. Redaktor der "Arbeiterstimme" Zürich 1890–1898. Mitbegründer und erster Redaktor des "Volksrechts" 1898–1899. Seit 1900 Sekundarlehrer in Zürich-Aussersihl. Privatdozent für Sozialpädagogik an der ETH seit 1905, an der Universität Zürich seit 1908 (beides bis 1929). Titularprofessor an der ETH 1923. Publizist. Nahm 1869 als Vertreter des Konsumvereins Crimmitschau am Eisenacher Sozialistenkongress teil. In den 1880er Jahren Führer des Grütlivereins des Kantons Glarus. Mitglied der SPS. Gegner von Herman Greulich 1887–1900. Zuerst extrem links, ab 1904 auf dem rechten Parteiflügel stehend. Anlässlich der Abspaltung des Grütlivereins (1916) Austritt aus der SPS. 1925 Wiedereintritt. Mitglied des Grossen Stadtrates in Zürich 1893–1923. Kantonsrat 1893–1996, 1899–1917, 1920-1922/23. Nationalrat 1911–1917. Robert Seidel wurde 1880 in Witikon eingebürgert. Er war mit Elise Mathilde Schwarz verheiratet (1878) und verstarb am 19.7.1933 in Zürich. Der Bestand umfasst Unterlagen zur Person, Autobiographisches (u.a. Tagebücher 1872–1932), Unterlagen betr. Lehrtätigkeit an der ETH und an der Universität Zürich, Manuskripte, Drucksachen, Zeitschriftenartikel und Zeitungsausschnitte.

zum AnfangInhalt und innere Ordnung

Form und Inhalt

Der Bestand enthält: Tagebücher, Presseausschnitte, Manuskripte, Varia

zum AnfangZugangs- und Benutzungsbedingungen

Zugangsbestimmungen

Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.

Sprache/Schrift

Unterlagen in deutscher Sprache

zum AnfangSachverwandte Unterlagen

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Der eigentliche Nachlass von Robert Seidel wird in der Zentralbibliothek Zürich aufbewahrt.

Veröffentlichungen

Literatur:

Brigitte Spillmann-Jenny: Robert Seidel, 1850-1933, Zürich 1980 (Signatur: SOZARCH 68564).


Aktenserien

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Biographisches Material

Ar 113.10.1Kurzgefasster Lebenslauf
Familienbriefe aus der Jugend
Schulzeugnisse, Mitgliedsausweise
Arbeitszeugnisse, Anstellungsverträge
Zeugnisse für den Pädagogen
diverse Korrespondenz
Ar 113.10.2ETH/Universität Zürich: Zuhörerlisten und Honorarabrechnungen 1909-1927
Lehrtätigkeit an der ETH: amtliche Korrespondenz
Verlagsverträge
Gratulationen zum 80. Geburtstag

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Tagebücher

Ar 113.20.1Tagebücher T1 (1872-1875)-T17 (1900)
Ar 113.20.2Tagebücher T18 (1901)-T35 (1927)
Ar 113.20.3Taschenkalender K1 (1878)-K17 (1932)

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Zeitungs- und Zeitschriftenartikel

Ar 113.30.1Artikel von Robert Seidel:
Gedichte; Pädagogisches;
Parteipolitik; Varia;
Artikel über Robert Seidel:
als Grütlianer; zum 60., 70., 80. Geburtstag;
Nekrologe; zum 100. Geburtstag; Varia

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Manuskripte

Ar 113.40.1Getreidemonopol:
Aktenverzeichnis, Zeitungsartikel,
Notizen
Ar 113.40.2Erziehung:
10 Hefte zu verschiedenen Themen
Ar 113.40.3Geschichte:
7 Hefte zur allgemeinen und Schweizergeschichte seit dem 15. Jahrhundert
Ar 113.40.4Gedichte: nummeriert 1-78
Klassenkampfpolitik: 3 Hefte
Polizeispitzel Heuberger

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Broschüren aus dem Nachlass

(zusammengetragen und hergestellt von seinem Sohn und Nachlassverwalter Alfred Seidel)
Ar 113.50.1zu Robert Seidels Leben:
als Weber am Zürichsee, 1870-74
aus meinem Leben, 1879
Briefe zum Grütlikalender, 1908-1924
Porträt-Bilder zürcherischer Parlamentarier, 1909
Professor und Privatdozent, 1911-1923
Schriftsteller-Honorar, 1916-1917
Privatdozenten, 1919-1921
im Grossen Stadtrat, 1921
Geld, Geist und Politik, 1922
Titularprofessur, 1924
Voraussetzungen für Ehrendoktor, 1924
Förderer, Vater der Arbeitsschule, 1924
Brief an Redaktor Nydegger, 1925
Ehrentafel, 1925
Ar 113.50.2zu Robert Seidels Leben:
Das "Schweizerische Evangelische Schulblatt"
im Lichte der Wahrheit und Gerechtigkeit, 1926
Schweizerischer Lehrertag, 1927
Robert Seidel in Hannover, 1928
80. Geburtstag im Spiegel der Presse, 1930
Robert Seidel, zur Dichtung berufen, 1931
Ar 113.50.3Glückwünsche zum 80. Geburtstag
(2 Mappen)
Ar 113.50.4aus Robert Seidels Werk:
10 Jahre Zuchthaus, 1898
Getreidemonopol, 1908 - 1929
Denkschrift, 1911
Staatsbürger und sozialistische Erziehung, 1916
staatsbürgerliche Erziehung und Bildung, 1916
Erziehung, Rousseau
Herweghs Leben, 1917
Protest gegen Hungerblockade, 1919
staatsbürgerliche Nationalerziehung, 1919
Religionsunterricht, 1919
Landesverteidigung, 1920
Die Vaterschaft der Arbeitsschule, 1921
Umfrage betr. Religion, 1922
Lebenslauf Aug. Herter, 1929
Mousson als Ständeratskandidat, 1930
Religion, Gott und Moral
Gedichte, alphabetisches Verzeichnis, bis 1925
Gedichte 1925-1932
Ar 113.50.5Urteile und Rezensionen:
Ed. Burger, Robert Seidel der Arbeitspädagoge
Rezensionen über sozialdemokratische und staatsbürgerliche Erziehung
Rezensionen über Schule der Zukunft
Rezensionen über Arbeitsunterricht
Urteile über Vorträge
Eingabe des Sängerkartells an die Schillerstiftung
Ar 113.50.6Varia:
Karl Huber, Staatsschule und Katholiken
Generals-Wahl 1914
Disziplinbuch 1916 (Oberstenaffäre)
schweizerische Krise, 1916
Georg-Herwegh Denkmal
zum Tode von Julius Motteler, 1907
Kontroverse mit August Bebel, 1897
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